Dez 122011
 

Schalke gewinnt bei der Hertha in Berlin. Dass das Olympiastadion ein gutes Pflaster ist, dürfte bekannt sein. Am Freitag Abend entwickelte sich ein gutes Bundesligaspiel, das seine Phasen hatte, bei denen es hoch und runter ging. Schalke begann mit Höwedes, Jones und Papadopoulos in der Startelf. Teemu Pukki spielte wieder von Beginn und wieder wuselte er um Huntelaar herum. Dahinter spielten sich abwechselnd Raúl, Jurado und Holtby in Szene. Wer da genau wo spielte, ließ sich nur in der Grundtendenz erkennen. Natürlich war Raúl offensiver eingestellt als Holtby. Und auch Jurado hatte seine Tendenzen eher auf der rechten Seite. Im Großen und Ganzen hatten die Spieler aber von Huub Stevens die Freiheit erhalten, sich ungeniert unkontrolliert bei der Arbeit zu unterstützen. Und das klappte so hervorragend, dass man in der 19. Minute völlig verdient in Führung ging.

Hertha war im kompletten Spiel wirklich nur bei Standardsituationen gefährlich. Beim Ausgleich ist Höwedes zu spät dran, während Papadopoulos den Arsch nicht hoch bekommt. Sky wollte unbedingt Lars Unnerstall seinen ersten Torwartfehler andichten. Dem war natürlich nicht so. Bälle, die so scharf auf die vorderer Ecke des 5 Meter Raums kommen, sind nix für Torhüter.

In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams zu ihren Chancen kamen. Hertha, wie gesagt, durch Standards und der FC Schalke spielerisch. Pukki vergab die beste Chance, als er es mit einem Hackentrick zu schön machen wollte. Viel besser machte es der kleine Finne kurz vor der Halbzeit. Fuchs sieht den völlig freistehenden Raúl in der Mitte, der passt scharf auf Pukki am Strafraumeck und der Stürmer knallt das Ding aus 17 Metern unter die Latte. Zum psychologisch ja immer als so wichtiger erachteten Zeitpunkt geht Schalke mal wieder in Führung.

Nach der Halbzeit bleibt das Spiel spannend, ohne dass Schalke allzu viele brenzlige Situationen überstehen muss. Stattdessen verpasste man es, den Sieg frühzeitig einzufahren. Huntelaar und Jurado hatten da die besten Möglichkeiten.

Jetzt ist es also wieder so weit: Schalke ist mal wieder ein Bayernjäger. Hatte man sich nach dem Sieg gegen Augsburg noch diebisch gefreut, dass man zwar auf der großen Bühne steht, aber vor allem die Borussias sich ständig in den Vordergrund drängeln, kann nach diesem Wochenende keine Rede mehr sein. Beide Borussias patzen und Schalke ist plötzlich wieder mitten drin im Kampf um die vorderen Plätze. Als ob sie jemals weg gewesen wären.

Eine entspannte Woche liegt vor dem FC Schalke 04. Am Donnerstag Mittwoch geht es gegen Haifa. Ich bin sehr gespannt, wer da alles auf dem Platz stehen wird. Für uns vor Ort ist Tommes04 und wird hoffentlich spannende Berichte aus Israel veröffentlichen. Dann empfängt man zum Weihnachtsabschluss den direkten Konkurrenten aus Bremen in der Veltins Arena.

 Posted by on 12. Dezember 2011 at 07:30

  3 Responses to “Ungeniert unkontrolliert”

  1. Habe das Spiel ähnlich gesehen… Aber ich finde, dass die Hertha in den ersten 15 Minuten den Ton angab, ohne jedoch gefährlich zu werden, und Schalke etwas überraschend in Führung ging.
    Der Ausgleich fiel dann aber nicht weniger überraschend in einer Phase, in der Schalke das Spiel im Griff hatte. Aber ich kann dem Kommentator keinen bösen Willen gegenüber dem Lars unterstellen. Die Überlegung, ob da der Keeper raus muss (kann) ist legitim. Und mehr hat der nicht gemacht. Hat dann sogar gesagt, dass der Unnerstall da nicht raus kann.
    Naja, ansonsten decken sich unsere Beobachtungen :-)

  2. Mittwoch. Am Mittwoch geht es gegen Haifa. Nicht erst am Donnerstag. Am Donnerstag sitze ich schon wieder im Flieger retour ;-)

  3. Ist schon interessant die unterschiedlichen Berichte zu lesen, wenn man selber das Spiel mal nicht gelesen hat… :-)

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