Dez 092011
 

Marcus hat schon in den Kommentaren zu meiner 1.11 seine Liste von Spielern veröffentlicht. Ihm kribbelte es anscheinend in den Fingern und so hat er gleich noch seine persönlichen Anekdoten zum jeweiligen Schalker aufgeschrieben. Sowas veröffentlichen wir hier natürlich gerne. Wenn du kein eigenes Blog hast und dich mir und Markus anschließen willst, dann melde dich hier. Das Stöckchen ist aufgenommen! Wo bleibt der Rest?

 

Jens Lehmann:
„Der Lehmann wird der nächste Nationaltorwart!“ Als mein Vater mir dieses Peter-Neururer-Zitat um die Ohren haute, war ich elf und Lehmann 21. Todernst vertrat ich diese Ansicht dann in meiner Schulklasse. Aufgrund der damals noch sehr schwankenden Leistungen (Kullerbälle, Leverkusen, Straßenbahn…..) des jungen Talents hatte ich da natürlich sämtliche Lacher und den einen oder anderen mitleidigen Blick auf meiner Seite.
Wenn ich heute sehe, was der Jens bei uns und später woanders und natürlich in der deutschen Nationalmannschaft noch für eine Karriere hingelegt hat, denke ich oft schmunzelnd an diese Zeit zurück.

Marcelo Bordon:
Einer der besten, wenn nicht der beste Innenverteidiger, der je bei uns gespielt hat. Noch dazu ein sehr sympathischer Mensch.

Johan de Kock:
Als er 1996 verpflichtet wurde freute ich mich über einen „Star von der EM“. Enttäuscht wurde ich nicht, obwohl sich schnell herausstellte, dass der gar kein Star war, sondern einer, der bis zu seinem Engagement bei uns noch halbtags seinem bürgerlichen Beruf nachging. Der passte wie Arsch auf Eimer zu uns.

Tomasz Waldoch:
Auch von seiner Verpflichtung habe ich mir damals viel versprochen und wurde abermals nicht enttäuscht. Grundsolider und sicherer Abwehrrecke, dazu ein absoluter Teamplayer, der zu Recht bei den Pokalsiegen 2001 und 2002 die Kapitänsbinde trug.

Yves Eigenrauch:
Sein Auftritt 1998 gegen den damaligen Weltklasse-Stürmer Ronaldo im Spiel gegen Inter Mailand hat gereicht, um einen Platz in meiner Top-Elf zu bekommen.

Olaf Thon:
Der darf hier nicht fehlen. Der Held meiner Jugend, Nationalspieler, Weltmeister, Kapitän der Eurofighter und trotzdem immer irgendwie auf dem Boden geblieben. War sehr wichtig für die Mannschaft damals, bei ihm wirkte Fußball immer so leicht und dabei elegant.

Jörg Böhme:
Ein Jahrhundert-Fußballer. Seine Flanken und Freistöße waren genial. Seine beste Zeit hat er zum Glück in meinem Verein erlebt. Er hätte bestimmt noch viel mehr aus seiner Karriere machen können. Dazu stand ihm wohl seine Einstellung oder sein damaliges Mundwerk im Weg. Wurde so kolportiert. Für mich war er immer eine coole Sau.

Ingo Anderbrügge:
Er schoss das erste Tor und war der überragende Mann bei meinem allerersten Live-Spiel im Parkstadion. Das prägt. Ich bin heute noch davon überzeugt, dass er in der ersten Hälfte der 90er eigentlich in der Nationalmannschaft hätte spielen müssen. Keine Ahnung, warum Berti Vogts das damals anders sah.

Marc Wilmots:
Einen wie ihn hätte ich auch heute gerne in der Schalker Mannschaft. Einer, der sich für nichts zu schade war, der seine Mitspieler mitreißen konnte, wenn wenig ging und sich einfach immer zerrissen hat. Hat als Ausländer sofort die Schalker Mentalität verinnerlicht, was ja nicht selbstverständlich ist.

Ebbe Sand:
Der bisher einzige Schalker Spieler, den ich als Bundesliga-Torschützenkönig erlebt habe. Der muss natürlich hier rein. Tatsächlich war er jeden Cent seiner 10 Millionen Ablöse wert. Nicht nur aufgrund seiner Tore.

Raúl:
Das so einer mal für Schalke spielt, hätte man sich im Manager-Spiel am PC so einstellen können, hätte man aber real nie für möglich gehalten. Ikone von Real Madrid, 102 Länderspiele für Spanien, dreifacher Champions League-Sieger, Weltpokalsieger, Rekordtorjäger in der Champions League……
Das er so geerdet und als Teamplayer daherkommt, sich auf Schalke pudelwohl fühlt und hier seine persönliche Rekordbilanz nahtlos erweitert, ist das fast noch größere Wunder .

(Derby-)Joker:
Gerald Asamoah:
Wenn man meine jugendliche Vorliebe für afrikanische Fußballer kennt, dann darf er hier nicht unterschlagen werden. Hat eine tolle Karriere hingelegt, auch als deutscher (!) Nationalspieler, aber es ist schwer für ihn in dieser königsblauen Creme de la Creme einen Stammplatz zu bekommen. Dennoch: Als Joker, vor allen Dingen bekannter Weise im Derby, kann man ihn jederzeit bringen.

  One Response to “Marcus Brauer: Meine 1.11”

  1. Auch eine 11, mit der ich gut leben kann.

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