Dez 032011
 

Am morgigen Sonntag werden mit Jermaine Jones und Kyriakos Papadopoulos gleich zwei unumstrittene Stammspieler ihre jeweils fünfte Gelbe Karte absitzen müssen. Zählt man Jefferson Farfan und voraussichtlich Benedikt Höwedes dazu, fehlen dem FC Schalke somit vier Stammspieler, oder anders gesagt: drei von fünf defensiven Stammspielern. Das ist bitter, aber nun mal nicht zu ändern. Vor allem, weil mit Augsburg nicht der torgefährlichste Gegner zu Gast sein wird. Ganz im Gegenteil: Nur Kaiserslautern hat mit zehn Treffern zwei Tore weniger geschossen als der Aufsteiger. Zu optimistisch und vor allem zu unbekümmert sollte man die Aufgabe allerdings auch nicht angehen. Schließlich hat gerade Kaiserslautern einen bleibenden Eindruck auf Schalke hinterlassen.

Für so manch einen Spieler könnten die Ausfälle allerdings die Chance sein, sich mal wieder in den Blickpunkt des Trainers und der Öffentlichkeit zu spielen. Alexander Baumjohann hat es vor gemacht. Als Jefferson Farfan verletzt von der Länderspielreise zurück kam, hat er seine Chance beim Schopf gepackt und zumindest mal nicht am laufenden Band enttäuscht. Vielmehr glänzte er gegen Nürnberg sogar mit zwei ungewollten Vorlagen. In der Abwehr dürfte Christoph Metzelder die Lücke von Papadopoulos schließen. An ein Comeback von Benni Höwedes glaube ich indes noch nicht. Doch auf der defensiven Sechser Position ist das Rennen hoffentlich noch nicht entschieden, auch wenn Marco Höger hier die logische Alternative wäre. Er hat am Donnerstag in der Europa League als rechter Verteidiger überzeugt und deswegen erwarte ich ihn auch morgen dort. Ich persönlich glaube, dass Christoph Moritz seine Chance bekommt. Lange war er verletzt, holte sich zuletzt in der zweiten Mannschaft die notwendige Spielpraxis und kam am Donnerstag für mich sehr überraschend zu seinem Comeback. Für einen so lange verletzten Spieler einen Platz in der Startelf zu fordern, ist sicher vermessen, doch ich sehe nicht viele Alternativen auf dieser Position. Zudem kennen sich Holtby und Moritz aus gemeinsamen Aachener Zeiten. Das passt.

Fünf Spiele hat Moritz bisher in dieser Saison in der Regionalliga West bestritten. Dazu die 15 Minuten gegen Bukarest. Er trainiert seit Wochen beschwerdefrei mit dem Profiteam. Sollten seine spielerischen Fähigkeiten und seine Laufbereitschaft nach der Verletzung nicht gänzlich verloren gegangen sein, kann Huub Stevens auf den Mittelfeldakteur eigentlich schwerlich verzichten. Für mich war er vor seiner Verletzung der heißeste Kandidat auf den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft. Jetzt kann und soll da natürlich keine Rede mehr von sein.

Ich hoffe, er ist morgen dabei und kommt auf seine ersten Bundesligaminuten in dieser Saison.

Go Moritz! Go Schalke!

 Posted by on 3. Dezember 2011 at 13:01

  3 Responses to “Die Chance für Moritz?”

  1. Würde mich für ihn freuen, hat ja auch ne ganz schön bescheidene Zeit hinter sich, was Verletzungen angeht…

  2. Dito! Würde mich auch freuen, ihn in der Startformation zu sehen.

  3. Es ist schon eine sehr kuriose Situation: Vor Saisonbeginn ist Schalke quasi in “Sechsern” geschwommen und hat jetzt einen Personalengpass auf dieser Position. Sollte Höwedes spielen können, wird sicher Matip den Platz von Jones einnehmen. Schau mer mal.

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