Dez 022011
 

Gelsenkirchen darf sich auch im kommenden Jahr 2012 auf das europäische Parkett wagen. Mit einer guten Leistung schafften die Schalker einen 2:1 Sieg gegen Steaua Bukarest und stehen Dank der Niederlage von Makabi Haifa schon vorzeitig als Gruppensieger fest.

Die Fans in der Arena bekamen in der Anfangsphase des Spiels eine drückend überlegende Schalker Mannschaft zu sehen, die zwar kein Tor, dafür aber in kürzester Zeit eine zweistellige Anzahl von extrem harmlosen Ecken herausarbeitete. Ecke Nummero 12 brachte dann aber endlich den gewünschten Erfolg. Baumjohann legte kurz auf Jurado, der für Draxler von Beginn an auf dem Platz stand und eine gutes Spiel bot, der flankte scharf nach innen zum heraneilenden Papadopoulos. Drin das Ding!

Es lief alles nach Plan für den S04, wenn die Hintermannschaft nicht beim ersten richtigen Angriff der Rumänen gepennt hätte. Matip spekuliert beim entscheidenden Abspiel auf den falschen Mann und Fuchs kommt zu spät. Unnerstall ohne Chance. Danach zeigte sich ein irgendwie schon verständlicher Bruch im Schalker Spiel. Mit viel Aufwand hatte man den Zuschauern ein wirklich gutes Spiel präsentiert und bekommt mit nur einem Angriff direkt den Ausgleich. Solche eine Effizienz ist man sonst nur vom eigenen Team gewohnt. Bis zur Pause ging daher auf beiden Seiten nicht mehr viel.

Nach der Pause kam Schalke mit dem notwendigen Selbstvertrauen aus der Kabine, nahm das Heft wieder in die Hand und belohnte sich nach knapp 10 Minuten selbst. Raúl ließ seinen Torriecher raushängen und erzeilte seinen ersten Europa League Treffer überhaupt. Das hätte der bei Real nie geschafft! Ha!

Danach begingen die Schalker wieder ihre typischen Fehler. Anstatt das dominante Spiel, den hohen Ballbesitzanteil und das Pressing ab der Mittellinie fortzusetzen, zog man sich fortan fast bis zum 16 Meter Raum zurück und machte das Spiel durch viele lange Bälle und schlecht vorgetragene Konter unnötig spannend und unattraktiv. Steaua hatte an diesem Abend aber nicht die richtigen Mittel, die Schalker nochmal wirklich ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Ein Sonderlob bekommt heute Marko Höger, der vom Wortbruch des Trainers profitierte und für Uchida auf der Rechtsverteidiger Position von Beginn an ran durfte. Er zahlte das Vertrauen des Trainers mit einer astreinen Defensivleistung und einigen ordentlichen Offensivaktionen zurück. Ein weiteres Highlight für mich: Christoph Moritz ist zurück! Ein bisschen gerührt saß ich auf der Couch und sah meinen derzeitigen Lieblingsspieler im Kader wieder auf den Platz laufen. Ab sofort immer gut an seiner Kniemanchette zu erkennen, brachte er ein wenig Ruhe und Ordnung für den ausgelaugt wirkenden Holtby in die Schlussphase.

Mit dem Schlusspfiff hat sich Schalke als Gruppensieger für die KO Runde qualifiziert. Mit 11 Punkten von 15 möglichen Punkten, ohne Niederlage und einem Torverhältnis von 10:2 hat sich Schalke so souverän in der Gruppe durchgesetzt, wie man es von einem Champions League Halbfinalteilnehmer erwartet. Sicher war nicht alles Gold, was glänzt. Vor allem das trostlose Remis gegen Larnaka war alles andere als erfreulich. Letztendlich stört das aber niemanden und trübt die Europapokalstimmung keineswegs.

Gut gemacht, Jungs! Bin stolz auf euch!

 Posted by on 2. Dezember 2011 at 07:30

  3 Responses to “Heiter weiter”

  1. “Ein Sonderlob bekommt heute Marko Höger”, nicht nur von dir, auch von der BILD-Zeitung: .

    Manchmal frage ich mich, ob die das gleiche Spiel gesehen haben wie ich.

  2. Eben, primäres Ziel war international zu überwintern. Das wurde souverän, wenn auch nicht immer schön, geschafft. Jetzt heißt es in der BuLi und im Pokal noch seine Hausaufgaben zu machen, dann können wir alles in allem von einer sehr erfolgreichen Hinrunde sprechen nach meiner Meinung.

  3. […] der 1. Halbzeit waren die Schalker drückend überlegen. Wie schon gegen Bukarest ließen sie den Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Sie beherrschten das Mittelfeld, in dem […]

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