Nov 292011
 

Schalke hat gegen den BVB kein Land gesehen. Das ist so richtig wie bitter. Trotzdem ist es gefährlich, den FC Schalke nun schon wieder tot zu reden bzw. zu schreiben. Noch vor einigen Wochen waren sich alle einig, dass der FC Bayern auf dem Weg zur drölfzigtausendsten Meisterschaft nicht aufzuhalten ist. Die Frage, die man sich nur noch stellte war: Kassiert der Neubauer überhaupt noch Tore, oder bleibt der Siegtreffer der Gladbacher am ersten Spieltag tatsächlich der einzige Gegentreffer in dieser Saison?

Mittlerweile steht der FC Bayern auf Platz 3 der Bundesligatabelle. Zwei Plätze und drei Punkte dahinter lauert der FC Schalke 04. Auch wenn die Niederlage gegen die Unaussprechlichen hoch verdient war, bleiben die bisher gezeigten Leistungen gerade unter Berücksichtigung der Umstände (Verletzung des Stammtorhüters, Erkrankung und Wechsel des Cheftrainers) weiterhin positiv zu bewerten. Schalke war in dieser Saison nie ein Kandidat für die Meisterschaft und das wird es in dieser Saison auch nicht mehr. Das Ziel ist und bleibt europäischer Wettbewerb mit einer Sahnekirsche names “Direkte Champions League Qualifikation”. Und dieses Ziel ist weiterhin absolut realistisch und weder über- noch untertrieben.

Schalke hat die Chance, aus einer bisher guten Hinrunde, eine sehr gute zu machen. Dazu müssen aus den restlichen drei Bundesligaspielen noch 6 bis 7 Punkte her. Zudem sollte mindestens eines der beiden ausstehenden Europa League Spiele gegen Bukarest und in Haifa gewonnen werden. Am liebsten wären mir die drei Punkte gegen Bukarest am Donnerstag. Dann hätte man den Sack zu gemacht und eine Baustelle weniger. Das schwerste unter den verbleibenden Spielen ist die DFB Pokal Begegnung in Mönchengladbach. Psychologisch haben wir hier natürlich einen Vorteil, da wir Mönchengladbach in dieser Saison immerhin schon schlagen konnten. Das war allerdings in einem Heimspiel. In Gladbach konnte bisher noch kein Gast den Platz als Sieger verlassen. Zudem hat sich das Team von Lucien Favre in den Wochen nach der Niederlage noch weiter entwickelt. Inzwischen trifft sogar Mike Hanke. Kein Wunder, dass Uli Hoeness so tut, als wäre Gladbach ein Meisterschaftskandidat.

Bei aller Liebe zum S04, sollten Trainer und Team trotzdem ihre Lehren aus dem verlorenen Derby ziehen. Zunächst einmal müssen Verein, Spieler und Fans im Vorfeld zukünftiger Derbys kleinere Brötchen backen, wenn es um Kampfansagen und Siegesprognosen geht. Am Samstag sangen die Fans der Schwach-Gelben “Oh wie ist das schön! So was hat man lange nicht gesehn!” Stimmt ja auch. Wir waren jetzt über eine knappe Dekade die Nummer 1 im Revier. Betrachtet  man die vergangenen vier Derbys (Bundesliga und Supercup), muss man einfach sagen, dass wir den Anspruch auf diesen Titel erst mal eingebüßt haben. Aus sportlicher Sicht muss sich vor allem Huub Stevens fragen lassen, wie er es in Zukunft mit der Flexibilität hält. Mit der gleichen Aufstellung wie gegen Nürnberg ins Spiel zu gehen, war für mich der Anfang vom Ende. Für meinen Geschmack hätte das zentrale Mittelfeld verstärkt werden müssen. Ein weiterer Abräumer und dafür Holtby auf die Außenposition hätte sicher für etwas mehr Gegenwehr gesorgt. So hat man das Mittelfeld trotz eines guten Jermaine Jones aufgeben müssen.

Am Donnerstag erwarte ich hingegen keine großen Veränderungen, aber wiederum ein umkämpftes Spiel. Ich hoffe, dass die Mannschaft diesen Kampf annimmt und einen Sieg einfährt.

 Posted by on 29. November 2011 at 14:46

  One Response to “Nix passiert”

  1. […] derzeit in 12 Punkten ausdrücken. Nach der verdienten Niederlage im Hinspiel schrieb ich, dass man gegen den Nachbarn in Zukunft kleinere Brötchen backen muss. Dies gilt morgen mehr denn […]

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