Nov 162011
 

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

 

 

 

Blog&Weiß.de unterstützt und lebt, wofür die Aktion Libero steht. Deswegen haben wir uns auch inhaltlich daran beteiligt. Herausgekommen ist ein Interview mit Renate Reinartz, Gründungsmitglied des ersten schul-lesbischen Schalkefanklubs, Andersrum Auf Schalke.

 

 Posted by on 16. November 2011 at 01:57

  4 Responses to “Aktion Libero”

  1. Schöne, lobenswerte Aktion, an der ich mich nicht etwa deshalb nicht mit meinem Blog beteiligt habe, weil ich das Anliegen nicht unterstütze, sondern weil ich schlichtweg nichts weiter beizutragen habe, als das übliche Betroffenheits-Gutmensch-Blabla. Ich kenne zwar einige Homosexuelle, doch die haben mit Fußball nichts am Hut. Auch kann ich dieses öffentliche Gegeifere darauf, ob X oder Y vielleicht schwul ist und ein Verhältnis mit Z hat nicht nachvollziehen. Bei den meisten bekennend homosexuellen Promis habe ich die “Nachricht” aufgenommen, aber ich könnte sie jetzt nicht mehr aufzählen, weil es mir im Grunde genommen total egal ist.

    Wie gesagt: Tolle Aktion, die ich via Twitter und im Freudeskreis gerne weiterverbreite (u.a. auch das von dir geführte Interview).

    Ganz andere Frage und völlig ohne jedweden Hintergedanken: Täusche ich mich, oder ist das da Jari Litmanen auf dem Foto?

    • Vielen Dank! Ich hatte den Fanclub “Andersrum auf Schalke” schon länger “auf dem Radar”.
      Als ich von der Aktion hörte, habe ich die Idee eines Interviews wieder aufgenommen und dann auch durchgeführt.
      Das erste Outing wird ein großer Knall. Keine Frage. Ich glaube allerdings, dass man sich nach einigen Wochen bzw. Monaten fragen wird, warum wir uns eigentlich alle über Jahre hinweg so zwiespältig mit dem Thema beschäftigt haben. Warum wir spekuliert haben, wer den schwul sein könnte. Wir Interviews mit schwulen Fußballern gelesen haben, die nicht namentlich genannt werden wollten.
      All das wird uns nach kurzer Zeit ziemlich albern vorkommen, weil es – wie du schon gesagt hast – egal ist, welche sexuelle Orientierung man hat.

      Zum Bild: Ich glaube schon. Allerdings bin ich dafür nicht verantwortlich.

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