Okt 312011
 

Klaas-Jan Huntelaar ist aufgrund seiner unglaublichen Torquote derzeit in aller Munde. Vor allem dem Holländer wird derzeit auf die Schulter geklopft. Auch am Samstag gegen Hoffenheim hatte er mit seinen Treffern einen wesentlichen Anteil am 3:1 Erfolg gegen Hoffenheim.

Dabei hätte der Hunter sein Torekonto noch üppiger füllen können, denn vor seinen Treffern in der zweiten Halbzeit, hatte er mindestens zwei Gelegenheiten auf dem Fuß bzw. auf dem Kopf, die sich Huntelaar nur selten entgehen lässt. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Im Schatten der Großen entwickelt sich mittlerweile ein Youngster zu einem immer wichtiger werdenden Leistungsträger: Julian Draxler. Am Samstag für mich der beste Offensivspieler im Team, wirbelte er immer wieder über die linke Seite, zog wahlweise nach innen, um selber den Abschluss zu suchen, oder ging bis auf die Grundlinie, um den Ball von dort an den Mitspieler zu bringen. Dieser Mitspieler war in der 28. Minute Rául. Mit angelegter Hand lupfte er den Ball aus anderthalb Metern über die Linie. Schon zuvor hatte Schalke gute Gelegenheiten und weil auch Hoffenheim sein Heil in der Offensive suchte, entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Bundesligaspiel.

In der zweiten Hälfte verschaffte sich Hoffenheim ein optisches Übergewicht und glich in der 63. Minute aus. Fuchs, eigentlich in den letzten Spielen mit verbesserten Leistungen im Defensivverhalten, ließ Babel ungestört flanken. Papadopoulos ist zwar am Mann, doch Ibisevic ist den berühmten Tick eher am Ball und machte den Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht unverdient. In der Folgezeit zeigte Schalke eine Reaktion, die man bereits des öfteren bei Rückschlägen in dieser Saison bestaunen durfte. Anstatt nach dem Ausgleich zusammen zu brechen, wie es in der vergangenen Spielzeit ganz häufig der Fall war, raffte sich das Team zusammen und übte wieder Druck auf den Gegner aus. Zunächst scheiterte Huntelaar noch am guten Starke. Doch wenige Minuten später wurde Huntelaars unermüdlicher Einsatz mit einem dummen Foul von Compper im Strafraum belohnt. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Holländer mit ein wenig Dusel selbst.

Draxler, der zweite Hauptprotagonist in der Schalker Offensive, war gemeinsam mit Huntelaar für die Entscheidung verantwortlich. Nach einer Balleroberung sprintet er in Windeseile durch das komplette Mittelfeld, spielt den gut getimeten Doppelpass mit Huntelaar und scheitert aus vollem Lauf noch an Starke. Huntelaar beweist seine Knipserqualitäten und schiebt aus spitzem Winkel zum 3:1 Endstand ein

Ich bin heilfroh, dass die Unaussprechlichen mit Mario Götze derzeit das auffälligere Nachwuchstalent in ihren Reihen haben. So wird Julian Draxler von den Medien weitestgehend in Ruhe gelassen. Seine konstanten Leistungssteigerungen seit seinen ersten Bundesligaeinsätzen ist eine große Qualität auf die Schalke nicht mehr allzu leicht verzichten kann. Seine Stärke im 1 gegen 1 steht der eines Mario Götze nur wenig nach. Seine Sololäufe sind auch aufgrund seiner Größe im Vergleich zu Götze eventuell sogar noch höher zu bewerten. Natürlich ist Götze der komplettere Spieler. Er hat aber auch schon eine komplette Profisaison auf dem Buckel. Diese Saison fehlt ihm. Noch. Die Europameisterschaft im nächsten Jahr kommt für Julian Draxler wohl noch etwas zu früh. Doch spätestens nach dem Turnier wird es Jogi Löw sehr schwer haben, an Draxler vorbei zu kommen. Lukas Podolski hat auf links bereits jetzt schon einen weiteren Konkurrenten in der Nationalmannschaft. Er weiß es nur noch nicht.

 Posted by on 31. Oktober 2011 at 07:30

  4 Responses to “Im Schatten des Hypes”

  1. @wirbelte er immer wieder über die rechte Seite

    linke seite !

  2. Draxler war am Samstag in der Tat eine Augenweide. Er bringt wirklich alles mit, was Hoffnung auf eine ganz große Karriere schürt. Nun muss er es schaffen, gute Leistungen regelmäßiger abzurufen, denn leider war das Spiel am Wochenende das erste richtig gute Match nach einer doch schon verdammt langen Durtstrecke. Ich bin mir aber sicher: Das wird schon werden!

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  4. […] Ich bin sehr gespannt, welche Rolle Draxler in der kommenden Saison spielen wird. Das Abi sollte dann hoffentlich geschafft und Fußball die einzige Beschäftigung sein, auf die sich Draxler konzentrieren muss. Zudem ist der große Schatten des Senior nicht mehr da, so dass Draxler automatisch mehr in die Verantwortung genommen werden wird. Dass Löw jetzt schon anrief, hat mich doch ein wenig überrascht. Doch wie ich hier schon im letzten Absatz geschrieben habe, es kommt höchstens ein wenig zu früh. […]

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