Okt 272011
 

Auf den Eppinghovener ist verlass! Da ich gestern nicht sicher war, ob ich das Spiel verfolgen konnte, hat er sich bereit erklärt, in die Bresche zu springen. Hier seine Eindrücke von Spiel. Ich halt mich zurück und melde mich in den Kommentaren.

Uff…da hat sich der TobiTatze ja genau das richtige Spiel ausgesucht um mal n kleines Päuschen einzulegen und mich das ganze Revue passieren zu lassen.

Gefreut hab ich mich aufs Spiel und Analysefreund wie ich bin flogen mir schon Floskeln durch den Kopf, neumodisches Fussballdenglisch vom feinsten, Platitüden, eine schöner als die andere.
Und watt is? Nix is, weil Pokal is!


Jetzt mal kurz und knapp was mir so als Taktikfuchs so vom Spiel hängen geblieben ist:

Analyse Teil I

KSC verteidigt gut, Schalke zu hektisch.

Schalke wird offensiver, KSC verteidigt gut.

KSC drückt etwas mehr dagegen, Papa, Matip oder Jones halten irgendwann nen Fuß rein.

Schalke schiebt wieder den Ball durch die Gegend, und ja, der KSC verteidigt immer noch gut.

Im Grunde genommen war Karlsruhe sogar die bessere, weil konsequentere Mannschaft. Während bei Schalke der Ball entweder nur hin und her geschoben wurde, oder durch einen zu hektischen, unüberlegten Fehlpass beim Gegner landete, begnügte der Sportclub sich damit Beton anzurühren und zu kontern. Das hätte auch vermutlich sehr gut funktioniert, wenn, ja wenn Lars Unnerstall nicht gewesen wäre. Zwei mal schoss Karlsruhe gefährlich aufs Tor, beides mal direkt per Freistoß. Beide waren sehr gut geschossen, und beide kratzte Unnerstall beeindruckend noch unter der Latte weg. Ein weiteres mal war der beste Schalker gestern durch einen gefühlvollen Heber von Krebs, dem besten Karlsruher gestern, eigentlich schon geschlagen, aber der Ball trudelte glücklicherweise ein paar Zentimeter links neben dem Tor über die Grundlinie.

Wo wir grade bei den besten sind: Das war mal ein Spiel für Jones! Er hat da weiter gemacht wo er gegen Leverkusen aufgehört hat. War irgendwie immer überall und hat oft genug noch nen Fuß vor den Ball oder in den Gegner gebracht bevor es brenzlig wurde, ebenso wie Papa. Genaues Gegenbeispiel: Höger, der für Holtby in die Startelf rückte. Knapp 55 Minuten hat der gute gespielt und ich kann mich an keine Aktion von ihm erinnern. Holtby agierte etwas engagierter, aber viel brachte er auch nicht zustande.
Womit wir dann auch am anderen Ende der Leistungskurve währen: Jurado. Nun gut, Jurado war und wird nie ein Spieler sein der das Spiel an sich reisst und plötzlich durch einen Geistesblitz alle anderen zu spielerischen Glanzleistungen ankurbelt. Aber heute wirkte er noch etwas mehr als der Rest der Mannschaft mutlos, ideenlos, überhastet.

Analyse Teil II
Tor
Tor

Ja, und dann – dann war Tor. Irgendwie, und gleich zwei mal. Einmal der Klassiker dieser Saison: Flanke Fuchs, Kopfball Hunter, Tor halt. Und dann noch mal von der anderen Seite: Freistoßflanke Farfan, Kopfball Matip, Tor.

Nochmal ohne viel drumrum zusammen gefasst:
Nix, Unnerstall, Nix, noch mehr Nix, Unnerstall, Nix, Tor, Tor, Ende. Nächste Runde.

  6 Responses to “Und dann war Tor”

  1. Köstlich. Der Bericht, das Spiel wohl eher nicht. Ich war rückblickend betrachtet glücklicherweise nicht zu Hause sondern lecker essen… ;-)

  2. Schöner Bericht. Ich hatte das Glück, dass ich Training hatte und selbst aufm Platz stand. Habe daher nur noch die letzte Viertelstunde gesehen. Und die war ja wegen der beiden Tore in Ordnung :-)

  3. Ich sehe das Ganze sehr pragmatisch: Hauptsache weiter! Keiner spricht mehr über schlechte Spiele gegen irgendwelche Zweitligisten im DFB-Pokal.
    Oder wurde bei unserem Sieg in Berlin in der letzten Saison noch über die unterirdische Leistung gegen den FSV Frankfurt geredet? Ich denke nicht.
    Von daher sollte man die Leistung nicht überbewerten, aber auch nicht unter den Tisch kehren.

  4. Gut geschrieben, besonders die Analyse II gefällt (auch wegen des Inhalts natürlich)

  5. […] unterwegs war, hat sogar schon ein paar Kostproben meiner Schreibseeligkeit lesen können, und zwar hier zur zweiten DFB Pokal Runde gegen Karlsruhe, oder während der frühen Phase der Saison als ich […]

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