Okt 262011
 

Sieht man mal von dem fast wöchentlichen Jubel über einen Schalker Sieg ab, dann macht mir derzeit ein Spieler ganz besondere Freude: Christian Pander. Mir gefällt einfach, welche Entwicklung er im Augenblick in Hannover nimmt.

Ich gehöre auch zu der Fraktion, die letztlich enttäuscht über seine ständigen Verletzungen (so wie er es auch gewesen sein wird) war und die ein Fortkommen bei unserem Club nicht mehr für möglich gehalten haben. Aus diesem Grund war ich auch froh, dass im Sommer ein Schlußstrich gezogen wurde und Pander bei Hannover 96 einen neuen erstklassigen Arbeitgeber gefunden hatte, der zum einen nicht unsympathisch ist und der von einem ebenfalls sympathischen Ex-Schalker trainiert wird. Alles hat gepasst. Und entgegen meiner Einschätzungen beißt sich Pander derzeit in ganz beeindruckender Weise durch. Er bekommt seine Einsätze, liefert teilweise sehr ordentliche Partien ab und scheint zu einem Stammspieler zu werden. Im Moment ist keine Rede mehr davon, dass die Karriere am seidenen Invaliden-Faden hängt. Dazu trifft er inzwischen auch wieder; und das nicht nur mehrfach in der Europa League, sondern auch in der Bundesliga, wo er – endlich, endlich – für den ersten wirklich unhaltbaren Bundesliga-Treffer für den Bayern-Torwart gesorgt hat (den Elfmeter kurz davor zähle ich nicht und den anderen Treffer hat sich der Bayern-Torwart selber zuzuschreiben). Perfekt, kann man sagen. Und es bleibt der Eindruck, dass sich wirklich jeder Schalker und jede Schalkerin über seine Erfolge in Hannover freuen kann – so jedenfalls ist der Eindruck bei twitter und co, wenn Pander wieder ein gutes Spiel abgeliefert hat und die Schalker Online-Fraktion ihn dafür abfeiert.

Ich würde mir für ihn wünschen, dass es so weiter geht und das Invaliden-Schreckgespenst endgültig verjagt ist.

 Posted by on 26. Oktober 2011 at 07:34

  6 Responses to “Pander”

  1. Kann ich so nur unterschreiben!

  2. Neben seiner sportlichen Klasse hat ihn schon immer ausgezeichnet, dass er – wohl auch durch die Verletzungen – immer ein zurückhaltender, bescheidener Kerl in der Außendarstellung geblieben ist. Außerdem war das kein Vereinswechsel bei dem eine der Seiten durch Scheinheiligkeit aufgefallen ist. Das war ein klarer Schnitt bei dem beide Parteien sich gegenseitig alles Gute gewünscht haben – ist ja auch recht selten in dem Geschäft.

  3. Ich finde es auch ganz klasse, dass wir Christian Pander zuliebe, jahrelang auf der LV-Position mit Verlegenheitslösungen gearbeitet haben und so ein sympathischer Verein, dessen Boss die Aufweichung der 50+1-Regel und den Pfefferspray-Einsatz gg. eigene Fans verantwortet, die Lorbeeren erntet.

    Diese Nibelungentreue zu Pander hat uns mit Sicherheit nicht nur ‘ne Menge Punkte gekostet, sondern auch einige Euro – trotz Berufsgenossenschaft…

    Vielleicht wird die Freude noch größer, wenn er uns zum Dank ein paar Freistöße reinballert oder Hannover im Kampf um die Euro-Plätze die Nase vorn hat.

    • Ups, da liest man meinem Kommentar doch etwas die schlechte Laune an… Ich muss das jetzt doch ein bisschen relativieren.

      Christian Pander ist natürlich ein Typ, dem man alles gönnen kann. Ich wünsche ihm alles Gute, vor allem Verletzungsfreiheit. Er hätte seine Zeit bei uns sicher auch lieber auf dem Platz als im Medicos verbracht.

      Was mich eigentlich ärgert, ist dass er jetzt im falschen Trikot unterwegs ist…

  4. Wenn Pander fit war, war er für viele (auch für mich) der beste LV in ganz Deutschland. Ich fand es absolut richtig, die Position für ihn freizuhalten. Es konnte ja keiner ahnen, dass er immer wieder Rückschläge hinnehmen musste. So dick hat Schalke es auch nicht, als dass man mal eben nen guten LV holt, wenn man auf dieser Position eigentlich schon jemanden hat, der internationales Topniveau verkörpern kann (und auch demenstsprechend bezahlt wird). Naja, leider war Pander halt immer verletzt und man hat sich völlig friedlich getrennt, weil Schalke einfach nicht mehr länger warten wollte. Ist dann irgendwann auch ok, find ich.

  5. Unterschreibe ich alles sofort!
    Aber “nicht unsympatisch”? Mag an meiner BTSV-Neigung durch Braunschweiger Freundin liegen, aber Hannoi war für mich schon immer einer dieser nervigen Nervvereine. Das vergrätzt es mir so ein wenig Panders Erfolg.

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