Aug 262011
 

Der FC Schalke meint es zur Zeit mal wieder gut mit seinen Fans. 15 Tore erzielte das Team in den letzten vier Pflichtspielen. Der pure Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass eines davon die 2:0 Niederlage in Helsinki war. Das i-Tüpfelchen dieses Wahnsinns ist Klaas-Jan Huntelaar. Gestern sorgte er mit seinem unglaublichen Torriecher quasi im Alleingang dafür, dass Schalke sich auf eine weitere Europapokaltour freuen darf.

Dabei reichte mal wieder eine überragende Halbzeit. Wieder war es die zweite Halbzeit in der Schalke seinen Gegner mit furiosem Angriffsfußball filetierte. Zuvor waren die Finnen erneut saufrech und glichen die frühe Führung mit einem absoluten Traumtor aus. Natürlich ist Schalke in dieser Situation nicht aggresiv genug. Und auch nicht nahe genug am Ball und Gegenspieler. Trotzdem war diese Kurzpassstaffette mit Hackentrick und Doppelpass einfach mal sau gut vorgetragen. Der WDR gab der Schalker Abwehr die Schuld an dem Treffer. Ich sage, es war die gute Offensive der Finnen, die in insgesamt drei der vier Halbzeiten ein tolles Spiel hinlegte. Dem gebührt absoluter Respekt.

Doch spätestens mit dem zweiten verwandelten Foulelfmeter zum 3:1 mussten die Männer aus dem hohen Norden wissen, dass sie hier heute Abend mit leeren Händen darstehen werden. Das 4:1 besorgte der königsblaue Nachwuchs. Draxler (17 Jahre) auf Holtby (21 Jahre). Der flankt Butterweich in den Strafraum, wo Papadopoulos (19 Jahre) zu seinem Arena-Toredebut in die Maschen köpft.

Doch kommen wir zurück zum unglaublichen Klaas-Jan Huntelaar: Gestern war die Prognose, dass Huntelaar aufgrund seiner bisherigen Torquote zwei Mal trifft. Doch der Hunter war gestern einfach nicht zu stoppen und schraubt seinen Hunter-Counter weiter nach unten. Mittlerweile hat er seinen Schnitt Saisonübergreifen auf unglaublich 138 Minuten pro Tor heruntergeknipst. In der laufenden Saison ist er wettbewersübergreifend bei der Traumquote von 45. Minuten angelangt. Zum Vergleich: Mario Gomez brauchte in der vergangenen Saison 87. Minuten für ein Tor – und erzielte in der Bundesliga 28 Treffer.

Es wäre vermessen zu glauben, dass der Holländer diesen Lauf bis zum Ende der Saison durchhält. Das muss er nicht. Das kann er nicht. Trotzdem bin ich mir sicher, dass er mindestens die 25 Tore Marke in der Bundesliga knacken wird. Vor allem, wenn man die Qualität seiner Nebenmänner betrachtet, die gestern am laufenden Band Torchancen kreierten. Egal ob Raúl, Draxler, Farfan oder der fleißige Lewis Holtby. Die Offensive ist eine absolute Macht und wohl das Beste, was in dieser Saison in der Europa League unterwegs ist. Hinzu kommen die guten Flanken von Fuchs und Höger. Egal, wen wir gleich zugelost bekommen. Der Gruppensieg muss bei dieser Qualität das Ziel sein.

Nun bleibt die Frage, wie sich Schalke nach einer erfolgreichen Europapokalnacht präsentiert. In der vergangenen Saison war das meist schwach. Diesen Schlendrian gilt es auszutreiben. Die Borussia aus Gladbach ist in einer guten Verfassung und sollte keinesfalls unterschätzt werden. Ich bin am Sonntag im Stadion und freue mich über ein Wiedersehen mit der hoffentlich zahlreich anwesenden Nerdkurve!

 Posted by on 26. August 2011 at 10:04

  6 Responses to “Das i-Tüpfelchen des Wahnsinns”

  1. Der Knabe Draxler ist doch erst 17, und nicht 19 oder?

  2. Nach den Erfahrungen der letzten Saison wäre ich gegen Gladbach auch mit einem Unentschieden zufrieden. Mal sehen ob es dieses mal auch eine ansehnliche 1.HZ gibt.

    • Mir würde eine konzentrierte erste Halbzeit ohne Gegentor schon reichen.
      Ansehnlich kommt in dieser Saison wohl erst immer erst zur zweiten Halbzeit. Da kann ich aber mit leben.

  3. Ja, wat? Gegner ausgucken, in Sicherheit wiegen und dann zuschlagen. Hat doch was :)

  4. Eben! Endlich mal Spektakel und nicht neidisch nach z.B. Bremen gucken müssen… ;-)

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