Aug 032011
 

Marcö Höger, der dritte Neuzugang, der heute vom Eppinghovener vorgestellt wird:

Marco Höger trifft in Gelsenkirchen auf alte Freunde aus Aachener Zeit. Denn auch der aktuell stark aufspielende Lewis Holtby und der Pechvogel Christoph Moritz stammen aus der Talentschmiede der Alemannia. Dort hatten alle in der Jugend im Mittelfeld gewirbelt.

Ich muss zugeben, als ich von dem Transfer hörte, dachte ich zunächst an eine sehr perspektivische Verpflichtung. Trainieren und Lernen im Mannschaftsverband, eventuell ein paar  Kurzeinsätze über die Saison verteilt, oder sogar eine Leihe kamen mir in den Sinn. Das alles wären sicher auch keine schlechten Optionen gewesen einen für einen 21-jährigen aus der zweiten Liga. Aber, er hat mich – vermutlich nicht nur mich – überrascht. Eigentlich ist er ja ein Mann fürs defensive und rechte Mittelfeld, aber er verdrängte prompt Uchida hinten rechts. Fast nicht verwunderlich, sagte er doch noch im Trainingslager:

Ich bin flexibel. Bei der Alemannia habe ich zumeist rechts auf der Halbposition im Mittelfeld gespielt. Aber ich habe auch kein Problem damit, rechts hinten zu verteidigen. Egal, wo der Trainer mich aufstellt: Ich werde Vollgas geben.

(Quelle: Schalke04.de)

Gas geben, dass tut er wirklich. Gegen Testspielgegner die ihn zugegebenerweise defensiv nicht vollends forderten, war er oft und gefährlich aufgerückt, schlug ansehnliche Flanken und brachte sich auch ins Kombinationsspiel gut ein. Aber auch seine Defensivleistung gegen die schwatt-gelben im Supercup war nicht besser/schlechter als der Rest der Viererkette.
Ich persönlich freue mich zwar für Marco, finde es aber äußerst Schade für Uchida, einer meiner Lieblinge, aber aktuell hat Höger, wohl dadurch dass er im Spiel einen Tick “gedankenschneller” ist, die Nase vorn.

Es bleibt abzuwarten ob Höger diese Position dauerhaft für sich beanspruchen kann. Im Mittelfeld ist seine Konkurrenz wohl noch etwas zu groß, daher bleibt ihm vermutlich nur der Weg über die Rechtsverteidigerposition in die Mannschaft. Was aber an ihm sehr deutlich wird: Trotz der Verschlankung des Kaders ist Schalke in diesem Jahr deutlich flexibler aufgestellt und es herrscht mehr Konkurrenzkampf. Stand jetzt würde ich sagen ist es lange her dass Schalke derart sinnvoll 1,5 Mio € Ablöse ausgegeben hat.

 Posted by on 3. August 2011 at 07:30

  One Response to “Gastbeitrag: Der dritte der Aachener auf Schalke”

  1. Ja, scheint echt ne gute Verpflichtung zu sein. Mal schauen, wie er sich in der BuLi über die Saison so schlägt…

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