Jul 252011
 

Irgendwie erinnerte das erste Derby dieser Saison an das letzte Derby in der vergangenen: Dortmund klar überlegen, Schalke mit wenigen Chancen und mit einem überragenden Schlussmann. Nur hieß der nicht Manuel Neuer, der fliegt jetzt in München planlos durch den Strafraum, sondern Ralf Fährmann. Auch Fährmann zeigte tolle Reflexe, eine sehr gute Strafraumbeherrschung und die notwendige Sicherheit bei den vielen Distanzschüssen und Torgelegenheiten der Unaussprechlichen. Schlussendlich hielt er zwei entscheidende Elfmeter. Den ersten gegen Großkreutz. Pluspunkt!

Der Rest des Teams konnte gegen die Unaussprechlichen wenig zeigen, weil das Pressing der Zecken schlicht erdrückend war. In der Offensive wussten Holtby, Draxler und Baumjohann nur temporär zu gefallen. Raúl fand eigentlich nicht statt und Huntelaar hing in der Luft. Das ist alles kein Grund zur Beunruhigung, denn wie gut die Anderen schon wieder in Form sind, ist schon fast beängstigend. Wenn jemand sagt, dass die Meisterschaft dieses Jahr nur über die Leichen der Bayern führen kann, der liegt leider falsch. Götze und Co. müssen erlegt werden.

Das von Rangnick geforderte Pressing fand nur in der Anfangsviertelstunde statt. Danach gab Schalke die meiste Zeit das Heft aus der Hand und reagierte statt zu agieren. Nur nach Standards wurde es bis zum Ende des Spiels noch gefährlich vor dem Tor der Schwach-Gelben. Dann hatte Moravek die Entscheidung auf dem Fuß und scheiterte knapp.

Die wichtigste Erkenntnis an diesem Abend ist allerdings, dass es auch andere gute Torhüter gibt, die auf Schalke ausgebildet wurden. Das wusste man zwar schon vorher, doch Fährmann hat es noch einmal beeindruckend unter Beweis gestellt und sich selbst ganz viel Druck vor dem Start in die wirklich wichtigen Pflichtspiele von den Schultern genommen.

Etwas überraschend war die Nichtberücksichtigung von Kluge auf der 6 und Uchida auf der rechten Verteidigerseite. Die Tendenz geht wohl zu Matip und Höger, die beide erneut in der Startelf standen.

Am Dienstag geht es zum letzten Test nach Duisburg. Das lange geplante Freundschaftsspiel für die Opfer der Love-Parade findet statt und wird für die Schalker zum letzten Härtetest, bevor es am kommenden Samstag mit dem Pokal losgeht. Die letzte Chance, sich auf das neue System einzuspielen. Die erste Chance für Jones, sich dem neuen Trainer unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren.

Der erste Titel ist im Sack. Der erste Derbysieg ist im Sack. Es hätte schlimmer kommen können.

 Posted by on 25. Juli 2011 at 07:30

  2 Responses to “Fährmann holt den ersten Titel”

  1. Hallo Tobi,

    auch wenn du mich für total bekloppt hälst. Als Titel nehme ich diesen Supercup schon ernst (macht für mich mehr Sinn als der Vorläufer Ligapokal) und hab mir am Samstag ein zweites Loch in den Arsch gefreut. Ich bin total stolz auf diesen Sieg.
    Deine Eltern neben mir werden es gemerkt haben :-D

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