Jun 172011
 

Den Abschluss der Kurzinterview-Reihe mit den Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat macht heute Klaus Nadolny von der RVG GmBH. Ich hoffe, dass euch die Interviews einen guten ersten Eindruck von den Personen und ihren Zielen gegeben haben und zudem allen Wählern am Sonntag die Entscheidung etwas einfacher machen werden.
Vielleicht sieht man sich am Sonntag in der Emscher-Lippe-Halle.

Glück Auf!

Klaus Nadolny mit dem heiligen St. Marcello

Klaus Nadolny mit dem heiligen St. Marcello

1) Herr Nadolny, bitte stellen Sie sich doch kurz vor und erzählen Sie uns in wenigen Worten ihre Geschichte mit dem FC Schalke 04.

Mein Name ist Klaus Nadolny. Ich bin 59 Jahre, verheiratet und habe zwei Kinder.
Aufgewachsen bin ich in Gelsenkirchen in der Straße in der die Schwiegereltern von „Stan“ Libuda gewohnt haben. Ein Highlight für mich war der Polterabend bei den Schwiegereltern zu dem damals alle Schalker Spieler gekommen sind. Da ich selber als Linksfüßer die Position des Linksaußen im Fußballverein gespielt habe, war Stan Libuda als Rechtsaußen mein großes Vorbild. Ein damaliger Bekannter von mir, Klaus Beverungen, hat es bis in die erste Mannschaft von S04 geschafft. Mein Vater war der Meinung ich müsse eine richtige Ausbildung machen, Fußball ist reine „Nebensache“, aber ich denke die Wichtigste der Welt. Die deutsche Meisterschaft erlebte ich auf den Schultern meines Vaters auf der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen. Seit meiner Gewerkschaftsarbeit mit der IGBCE verbindet mich eine langjährige Freundschaft zum heutigen Ehrenpräsidenten Gerd Rehberg.
Diese Ereignisse haben mich und meine Liebe zum S 04 geprägt.

2) Was hat Sie dazu bewogen, für den Aufsichtsrat zu kandidieren?

Als jahrzehntelanger Schalke-Fan und als Schalke-Mitglied liegt mir neben packenden Fußballspielen auch das langfristige und wirtschaftliche Wohl des Vereins am Herzen. In Verbindung mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrungen bin ich zu dem Entschluss gekommen für ein Aufsichtsratsmandat zu kandidieren. Somit kann ich mich für den Verein engagieren und bei der langfristigen Ausgestaltung der Vereinspolitik mitwirken.

3) Was macht Sie in ihren Augen zu einem gewinnbringenden Mitglied im Aufsichtsrat des FC Schalke 04?

Da ich sowohl in Aufsichtsratsgremien wie auch in der Geschäftsführung selber tätig war bzw. noch bin, kenn ich die Gremienarbeiten aus der Wirtschaft sehr gut. Diese Erfahrung würde ich gerne in die Vereinsarbeit einfließen lassen. Ferner habe ich gelernt mich als ehemaliger Betriebsratsvorsitzender auch für die Belange von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einzusetzen. So gesehen hab ich vor, auf die Interessen der Mitglieder einzugehen und bei Entscheidungen entsprechend mit zu berücksichtigen. Gerade für einen Verein wie Schalke ist es wichtig, dass der Kontakt zur Basis bestehen bleibt, anderenfalls wäre Schalke nicht mehr Schalke.

4) Was wollen Sie konkret im Verein verändern?

Man muss nicht alles anders machen wollen. Einiges kann aber sicher verbessert werden.
Ich denke, da z. B. an eine Verbesserung der Kommunikations- und Informationspolitik. Im Zusammenhang mit dem letzten Trainerwechsel bin ich der Meinung, dass hier Verbesserungsnotwendigkeiten bestehen.
Desweiteren dürfen wir nicht nachlassen unsere Nachwuchsarbeit noch stärker zu fördern. Wir haben gute Beispiele wie Manuel Neuer, Joel Matip und Julian Draxler, die beweisen, dass man mit eigenem Nachwuchs nicht nur das Spiel und die Mannschaft gestalten, sondern auch einen Wertzuwachs schaffen kann.

5) Wenn Sie sich entscheiden müssten, was würden Sie bevorzugen: Die Meisterschaft oder die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins?

Auch wenn die deutsche Meisterschaft unser aller Traum ist, an dem es gilt hart zu arbeiten, muss der wirtschaftliche Aspekt stets im Vordergrund stehen. Ein nachhaltig gut aufgestellter Verein ist Voraussetzung für einen guten Tabellenstand und internationalen sportlichen Erfolg. Gesunde wirtschaftliche Basis und sportlicher Erfolg bedingen sich dann gegenseitig. Man kann Meisterschaften nicht herbeireden aber man kann Ziele setzen und daran arbeiten. Wenn es erforderlich ist, muss die wirtschaftliche Konsolidierung an den Anfang gestellt werden, damit Schalke auch noch in 100 Jahren existiert.

6) Wo sehen Sie den Verein in 10 Jahren?

Dauerhafte Etablierung im oberen Tabellendrittel und damit die Wahrnehmung der sehr lukrativen Teilnahme an internationalen Wettbewerben.

7) Ein offenes Wort an die Mitglieder: Warum soll man Sie wählen?

Liebe Schalker!
Meine Motivation mich als Kandidat für den Aufsichtsrat zur Verfügung zu stellen hat nichts mit der von anderen postulierten Eitelkeit zu tun, viel mehr möchte ich mich für den Verein einsetzen und dabei mein über viele Jahre geschaffenes Netzwerk dazu nutzen, im Notfall auch etwas bewegen zu können. Geben Sie mir die Chance dies alles zu beweisen.
Sicherlich kann man nicht jeden Wunsch der Mitglieder erfüllen aber unter der Berücksichtigung wirtschaftlicher und sportlicher Aspekte werde ich dafür kämpfen, dass S 04 ein bodenständiger Verein bleibt, denn ohne die Unterstützung der Schalke Fans wäre der Verein nur eine leere Hülle ohne Herz.
Mit sportlichem Glückauf!
Euer Klaus Nadolny

 Posted by on 17. Juni 2011 at 07:30

 Leave a Reply

(erforderlich)

(erforderlich)

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>