Jun 142011
 

Am kommenden Sonntag steht die Jahreshauptversammlung des FC Schalke 04 an. Dort werden zwei Sitze im Aufsichtsrat neu gewählt. Vier Mitglieder wurden für die Kandidatur zugelassen. Da so ein Sitz im Aufsichtsrat einiges an Verantwortung mit sich bringt und die Kandidaten traditionell wenig Möglichkeiten haben, vorher ihre Ziele und Vorstellungen zu präsentieren, werden die vier Kandidaten hier im Blog eben diese Möglichkeit bekommen.
Jeder Kandidat hat dieselben sieben Fragen erhalten. Die Reihenfolge der Veröffentlichung ist rein zufällig und ohne Hintergedanken.

Den Anfang macht heute Pilot Mario Krauß aus Herten. An den folgenden Tagen werden die weiteren Kandidaten folgen.

Mario Krauß neben Opa Pritschikowski und seine Schwester ihr Mann

Mario Krauß neben Opa Pritschikowski und seine Schwester ihr Mann

Für Nachfragen stehen die Kandidaten sicher gerne bereit. Sollte euch also noch eine Frage auf der Zunge brennen, dann schreibt sie doch einfach in die Kommentare. Ich bin mir sicher, dass diese dann auch gerne und möglichst zeitnah beantwortet werden.

Wer die Kandidaten noch einmal persönlich kennen lernen möchte, der hat übrigens heute um 19:04 im ANNO 1904 Gelegenheit dazu. Allen anderen helfen die Interviews heute und in den kommenden Tagen, eine gute Entscheidung zu treffen.

Ich möchte mich zum Abschluss bei den vier Kandidaten bedanken, die am Pfingstwochenende meine Fragen entgegen genommen und beantwortet haben.

Viel Spaß mit dem Interview!

1) Herr Krauß, bitte stellen Sie sich doch kurz vor und erzählen Sie uns in wenigen Worten ihre Geschichte mit dem FC Schalke 04.

Ich bin geboren und aufgewachsen in einer Zechenkolonie in Herten-Scherlebeck, keine 10km vom Berger Feld entfernt. Damals, als aktiver Strassenfussballer, war mein erstes Idol Herbert Lütkebohmert.
Ich habe langjährige Erfahrung in der Nordkurve Block 6 und 3. Später war ich dann Dauerkarteninhaber auf der Haupttribüne Block G, jetzt in der Arena Block 22.
In den 80er Jahren habe ich den FC Schalke 04 häufig zu Auswärtsspielen begleitet. Dabei habe ich auch viele Zweitligastadien kennengelernt.
Trotz, oder gerade wegen, der zu dieser Zeit teilweise chaotischen Verhältnisse in der Vereinsführung, habe ich ein klares Bekenntniss zu Schalke 04 abgegeben, und mit dem ersten Festgehalt den ersten Mitgliedsbeitrag im November 88 bezahlt.

2) Was hat Sie dazu bewogen, für den Aufsichtsrat zu kandidieren?

Neben meiner Familie und meinem Beruf ist der FC Schalke 04 meine größte Leidenschaft. Ich empfinde die persönliche Reife und Motivation, mich dieser wichtigen und verantwortungsvollen Aufgabe zu stellen, die mich ehrlicherweise auch mit großem Stolz erfüllen würde.

3) Was macht Sie in ihren Augen zu einem gewinnbringenden Mitglied im Aufsichtsrat des FC Schalke 04?

Ich bin völlig unvorbelastet, und bei meinen Entscheidungen sind in erster Linie die Interessen und Gefühle von uns Mitgliedern Leitlinie für mein Handeln. Ich bin im Umfeld geboren und aufgewachsen. Mir sind die Werte und Traditionen, für die unser Verein steht, bestens vertraut. Gleichzeitig bin ich aber auch in der Lage, Situationen zu analysieren, und nach eingehender Risikobewertung mutig Entscheidungen zu treffen. Ich bin es gewohnt, rechtzeitig und offensiv Bedenken zu äußern, um frühzeitig Korrekturen anzubringen und deren Effektivität zu überwachen.

4) Was wollen Sie konkret im Verein verändern?

Wir können häufig genug in der Politik beobachten, wie irgendwelche Wahlversprechen an der Realität scheitern. Deshalb möchte ich mir zuerst einen Überblick über den inneren Zustand verschaffen. Ich werde die Entscheidungswege nachvollziehen und Mechanismen überprüfen, um dann tatkräftig die erkannten Probleme anzugehen. Aber was muss denn unbedingt verändert werden? Ich denke wir sind uns einig, dass unsere Medienkompetenz, insbesondere die Aussendarstellung in den letzten Wochen, gemessen an unserem Anspruch, nachhaltig und zügig verbessert werden muss.

5) Wenn Sie sich entscheiden müssten, was würden Sie bevorzugen: Die Meisterschaft oder die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins?

Die wirtschaftliche Konsolidierung ist doch eingeleitet und soll weiter vorangetrieben werden. Laut Geschäftsbericht kann und darf es am eingeschlagenen Kurs keinen Zweifel geben. Der gewählte Weg muss weiter voran getrieben werden.
Ansgesichts von Platz 14 in der abgelaufenen Saison, sollten wir uns in Bezug auf das Thema Meisterschaft etwas mehr in Demut üben (im Übrigen mit dem zweitteuersten Kader der Bundesliga…). Fußball ist doch auch Unterhaltung, und in erster Linie wollen wir spannende, attraktive Spiele sehen. Wenn diese dann am Ende den ersehnten Erfolg bringen, umso besser. Aber herbeireden und planen kann man eine Meisterschaft nicht.

6) Wo sehen Sie den Verein in 10 Jahren?

Ähnliches gilt auch für die Beantwortung dieser Frage. Wir waren am Ende dieser Saison gerade vier Punkte von der Relegation entfernt. Deshalb ist es unabdingbar, das Risikomanagment voranzutreiben. Hier wollen wir ja auch, dass zukünftig das wirtschaftliche Risiko und die sportlichen Chancen wieder in einem gesünderen Verhältnis stehen. Wobei Letztere nicht allein vom finanziellen Aufwand abhängig sind. Da müssen die sportlich Verantwortlichen andere Wege gehen. Auch darf die Abhängigkeit von einzelnen Sponsoren nicht zu groß werden. Die schnelle Rückführung der Verbindlichkeiten und die Verbreiterung und Verbesserung der Finanzstruktur werden dafür sorgen, dass der FC SCHALKE 04 auch in 10 Jahren da steht wo er hingehört.

7) Ein offenes Wort an die Mitglieder: Warum soll man Sie wählen?

In einem Beitrag ihres Blogs wird die Frage nach dem idealen Aufsichtsrat gestellt. Danach wäre wohl eine Mischung aus Deutsche Bank Chef Dr. Josef Ackermann, für die wirtschaftliche Potenz, Mathias Sammer ( mir fiel jetzt kein anderer ein), für die sportliche Kompetenz und Günter Jauch als Medienexperte, die optimale Besetzung. Wie sieht dann eigentlich ein idealer Vorstand aus? Hier gehört doch das nötige Potential hin, um unseren Verein bestmöglich zu vertreten. Und einen, oder gar mehrere, Grüßonkel brauchen wir im Aufsichtsrat auch nicht. Hier gilt es doch aufmerksam zu sein, ob die eingeschlagenen und beabsichtigten Wege unseren Verein voranbringen. Ob die von uns so geliebte Fannähe, sowie die Werte und Traditionen, für die unser Verein steht, dabei erhalten bleiben. Vor dem Hintergrund meiner großen Verbundenheit mit dieser Region und unserem Verein, werde ich mit eurem Mandat diese Aufgabe wahrnehmen. Sonst sind wir irgendwann einmal so seelenlos wie der in dem Artikel zitierte FC Bayern.

 Posted by on 14. Juni 2011 at 07:30

  13 Responses to “Mario Krauß: Ein Überflieger für den Aufsichtsrat?”

  1. Lieber Tobi, klasse wie immer!

    Vielen Dank für Deinen Aufwand. Wir haben den Start der Interview-Reihe heute morgen gleich mal gepostet!

    Mit besten Grüßen & bis Sonntag!
    Raphael

  2. Punkt vier gefällt mir am besten.
    Da die gemeinten Personen weiter im Aufsichtsrat wirken
    wird sich leider nicht viel ändern.
    BWG

  3. Ähnliche Fragen wurden auch in den letzten Jahren diversen AR-Kandidaten gestellt bzw in ihren Vorstellungen “beantwortet”.

    Was ich mich damals immer fragte auch nun wieder frage: Würde man von anhand der Antworten tatsächlich Rückschlüsse ziehen können auf die Eignung als Aufsichtsrat? Würde man gar erkennen, von wem welche Antwort kam?

    Wünschen würde ich mir jedenfalls, dass es so wäre. Dass also mal die ganzen vollkommen austauschbaren Floskeln (wie zB “schon lange Mitglied”, “finde finanzielle Stabilität wichtig”, “fände ‘bessere Außendarstellung’ gut”, “sportlicher Erfolg ist wichtig”, “Vorstand für seine eigenen Aufgaben verantwortlich” usw usf) ausgeblendet werden und dann trotzdem etwas übrig bleibt. Etwas, das einen Kandidaten wirklich qualifiziert. Also nicht eine “gute Absicht”, sondern eine Kompetenz, der Nachweis einer Erfahrung, der tatsächlich Hinweis auf durch ihn gegebene und vorher nicht vorhandene Möglichkeiten der Verbesserung.

    Ich will nichts gegen dieses Interview hier sagen – dass es geführt/gemacht wurde, das finde ich sehr gut – und gegen Mario Krauß oder irgendeinen anderen Kandidaten will ich schon gar nichts sagen. Ich glaube nur, um diesem Theme wirklich nutzbare Qualität und Relevanz geben zu können, müssten ganz andere Antworten kommen, und um das möglich zu machen, vielleicht ganz andere Fragen gestellt werden. “Inwiefern wird der FC Schalke 04 durch sie als Aufsichtsrat besser als er jetzt schon ist?”, “Welche Möglichkeiten werden ihm durch sie eröffnet?”, “Welche Kernkompetenz eines AR decken sie ab, die heute nicht bereits in ausreichendem Maße abgedeckt ist?”, “Wodurch ist all das nachgewiesen?”

    ich weiss, einfach ist das nicht. Aber ich denke mir, wenn es hier darum geht, dass man als Leser (und S04-Mitglied) irgendwie durch die gegebenen Antworten eine Einschätzung treffen können soll, ob man Kandidat X oder Y wählen würde, dann müssten diese Fragen und Antworten eigentlich genau die sein, die im Wahlausschuss Thema sein sollten. “Sollten” deshalb, weil ich ja nicht weiss, worauf der Wahlausschuss tatsächlich Wert legt. Mag sein, da geht es auch nur darum, “nett” zu erscheinen und glaubhaft “guten Willen” darzustellen. Das aber, glaube ich, würde der Aufgabe nicht gerecht.

    • @Matthias: Danke für deine Anregungen. Ich habe mir vorher Gedanken über die Fragen gemacht. Ich hatte auch noch einige weitere auf dem Zettel. Allerdings wollte ich das Interview möglichst kurz halten, da es immerhin vier Kandidaten sind.
      Außerdem habe ich die Nerdkurve im Forum nach weiteren Fragen und Meinungen gefragt. Dort bist du ja bisher leider nicht angemeldet, da du den Zweck erstmal nicht erkennen konntest. Vielleicht jetzt…? ;)

      Eventuell haben Mario Krauß und die anderen Kandidaten Interesse daran, die von dir genannten Fragen zu beantworten.

  4. Liebe Schalker Mitleser,

    es war zwar nicht Gegenstand des Vorgespräches mit Herrn Kreimer, die Kommentare weiter zu betreuen, aber im Rahmen meiner Möglichkeiten werde ich es gerne tun.
    Im übrigen kann und sollte heute Abend jeder, der die Möglichkeit hat, ins Anno 1904 kommen um die Kandidaten persönlich kennen zu lernen und seine Fragen zu stellen.

    Es widerstrebt mir eigentlich hier, sozusagen Werbung in eigener Sache zu machen, da die Interviews der Mitbewerber noch gar nicht veröffentlicht sind und diese viellleicht noch gar nicht mitlesen.
    Da ich aber noch einen engen Flugplan für den Rest der Woche habe, ein paar kurze Antworten.

    @mberghoefer

    Sie haben natürlich recht, dass es nicht einfach ist die Person, seine Intentionen, seine Qualifikation Anhand eines Interviews zu bewerten um dann dem ” richtigen ” Kandidaten seine Stimme zu geben.

    Widersprechen muß ich Ihnen aber, wenn Sie sagen, dass alles nur vollkommen austauschbare Floskeln sind. Es sind die Probleme und Herausforderungen die uns in den letzten Jahren beschäftigt haben und gelöst werden müssen.

    Und wenn es um eine Kernkompetenz geht, für die ich stehe, verweise ich auf das In terview mit Clemens Tönnies im aktuellen Kreisel. Hier werden die Risse und emotionalen Spannungen im Verein angesprochen und eine bessere Diskussionskultur eingefordert. Und hier sehe ich meine Stärken. Ich bin es gewohnt und darin geschult im Team Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen die von allen mitgetragen werden und nicht einfach nur Mehrheitsbeschlüsse sind.

    Einen waren Nachweis für die Qualifikation zu bringen wird schwer.

    Hier erinnere ich einfach daran, dass Sie sich auch in ein Flugzeug setzten ohne nach der Qualifikation des Kapitäns zu fragen, sich einer möglichen Operation bei einem Chirurgen unterziehen oder einem Rechtsanwalt vertrauen weil sie Ihnen empfohlen wurden.

    Für uns vier Kandidaten hat der Wahlausschuss ein Empfehlung ausgesprochen.

    • Hallo Mario,
      entschuldige, ich duze dich hier, so wie ich jeden anderen Schalker auf einer Diskussionsplattform über Schalke duze. Du hättest es womöglich auch getan (was mich gefreut hätte), aber ich vermute, eben wegen des “Zur-Wahl-Stehens” ist man etwas vorsichtig, will keinen Fehler machen usw. Das ist verständlich. Ich bin der Matthias, sag doch einfach “Du”.

      Mit den “austauschbaren Floskeln” meinte ich nicht, dass die angesprochenen Themen unwichtig wären, sondern dass diese Floskeln von jedem beliebigen, den man auf diese Themen anspräche, als Antwort kommen könnten, also von jedem der vier zur Wahl stehenden ebenso wie von jedem anderen, den man einfach so auf der Straße träfe und dieselben Fragen stellte. Jeder würde sportlichen Erfolg wollen, dabei aber die finanzielle Basis nicht riskieren wollen. Jeder würde eine gute Diskussionskultur haben wollen usw usf. Und ergo ergibt sich aus solchen Antworten keinerlei relevante Rückschlussmöglichkeit auf die Kompetenz dessen, der die Aussage traf. Das wollte ich ausdrücken mit den “austauschbaren Floskeln”.

      Wenn du schreibst, eine deiner Kernkompetenzen wäre es, “im Team Entscheidungen zu treffen”, dann meint das wohl, dass du dich in der Lage siehst, erfolgreich auch in schwierigen Situationen als Mediator zu agieren und andere dazu zu bringen, konstruktiv an Lösungen zu arbeiten. Das ist gut, und ja, das “nachzuweisen” ist natürlich schwierig, wie immer in Fällen von “SoftSkills”. Das kann ich nachvollziehen, und ich bin ja auch bereit, dir einfach zu glauben, dass du tatsächlich diese Kompetenz besitzt. Der Punkt, den ich da eigentlich machen wollte, war: Wenn mir keine Kernkompetenzen der Kandidaten genannt werden, dann hab ich eigentlich gar keine relevante Entscheidungsgrundlage. Ich würde ja bewerten wollen erstens, ob ich diese Kompetenz erstens hinreichend nachgewiesen sehe, zweitens ob diese Kompetenz tatsächlich relevant nötig ist für die Arbeit eines Aufsichtsrates und drittens ob insgesamt keine (meiner Ansicht nach) absolut erforderliche (oder sehr wünschenswerte) Kompetenz fehlt.

      Dein Beispiel, dass ich mich ja auch in ein Flugzeug setze ohne mir vorher den Kapitän genauer anzusehen, passt m.E. nicht wirklich, denn im Falle FC Schalke 04 gehört mir die Airline und ich bin aufgerufen dazu, darüber abzustimmen, wer denn da vorne im Cockpit sitzen soll. Ich bin also nicht Passagier, Mario. Und kein Vereinsmitglied sollte einfach nur Passagier sein.

      Deinen letzten Punkt allerdings, den unterschreibe ich. “Für uns vier Kandidaten hat der Wahlausschuss ein Empfehlung ausgesprochen.” Das ist wirklich relevant, und hätte ich eine Ahnung, aufgrund welcher Vorgehensweise, welcher Informationen, welcher Begründungen der Wahlausschuss diese Empfehlung aussprach, dann würde ich sie auch bewerten können. Aber wir wissen ja, dass der Wahlausschuss satzungsgemäß seine Entscheidung nicht begründen muss und das seit eh und je so interpretiert wird, dass er es nicht dürfe und deshalb auch nicht tut. Nicht einmal, welche Kompetenzen dem Wahlausschuss wichtig sind, wird kundgetan – und also agiert der Wahlausschuss aus meiner Sicht, der des uninformierten Vereinsmitgliedes, das zur Abstimmung aufgerufen wird, als “BlackBox”, die Kandidaten ausschliesst, von denen ich vermuten muss, dass ich sie vielleicht zugelassen hätte. Das ist nun aber eine andere Diskussion, Sinn, Wesen, Ausgestaltung des Wahlausschusses…
      So oder so aber hast du natürlich recht und auch aus meiner Sicht wirklich ein relevantes Argument, wenn du darauf verweist, dass der Wahlausschuss deine Kandidatur zuließ und damit eigentlich klar sein sollte, dass du relevante Kompetenzen besitzt – selbst wenn weder klar ist, welche das wären, noch nach welchen der Wahlausschuss eigentlich forscht.

    • Mario,ich kann mir kein besseres Aufsichtsratmitglied als Dich vorstellen!! Hoffe Du bekommst eine faire Chance!! Glück auf!!
      Hartmut

  5. Ich finde diese Interviews sind eine gute Sache, da ich zB am Sonntag auch wählen muss/werde ohne die Kandidaten näher zu kennen. Für eine erste Einschätzung sind die Interviews daher hilfreich. Eine tiefgehende Antwort auf die von M.Berghoefer gestellten Fragen wäre natürlich nochmal eine ganz andere Entscheidungshilfe!

    Was mich aber darüber hinaus interessieren würde: Inwiefern nimmt der Aufsichtsrat überhaupt Einfluss auf das Kerngeschäft des FC Schalke, die Lizenzspielerabteilung. In den letzten Jahren wurde dort so dermaßen viel Geld ohne große Weitsicht aus dem Fenster geworfen, obgleich ja jede Transaktion über 300.000 € vom Aufsichtsrat abgesegnet werden muss, dass ich mich schon ernsthaft frage, wie das alles möglich sein kann. Von der Mediendarstellung ganz zu schweigen! Es entsteht der Eindruck, als würden wenige Personen (Tönnies, Müller, Magath, Heldt) an den Hebeln sitzen und ihren Willen/Einschätzungen durchdrücken. Den Aufsichtsrat als maßvolles, vernünftiges Gegengewicht konnt ich nicht erkennen.

  6. @mberghoefer: Ich teile Deine Einschätzungen. Besonders der letzte Satz ist einfach treffend. Es herrscht offensichtlich ein Demokratiedefizit auf Schalke und ich wundere mich, dass das von den Mitgliedern hingenommen wird und nicht zur Diskussion steht. Man müsste sich doch verschaukelt vorkommen.

  7. @mberghöfer
    Und genau weil dieses große Fragezeichen über dem Wahlausschuss steht, ist es doch erfreulich, dass dieser bei dieser JHV am Sonntag 7 neue Personen für dieses Gremium zur Wahl stehen. Es ist an der Zeit, dort Menschen einzusetzen, die das Demokratiedefizit einfach beseitigen und eventuell die Transparenz darstellen, auch wenn sie es nicht müssen. Bei verschiedenen BZV wurde diese zur Wahl stehenden Schalker bereits vorgestellt. Ich hoffe, ihr macht die Kreuze an der richtigen Stelle.

    Ich habe mir übrigens gestern die AR-Vorstellung angesehen und war zum Teil extrem irritiert. Lieber Mario, sei nicht böse, aber meine Stimme bekommst du nicht, denn uns fehlt sportliche Kompetenz im AR und Wirtschaftskompetenz im Vorstand, zudem ist unsere Außendarstellung, unser PR eine Farce – auch da ist Peters eine Fehlbesetzung. Evonik im AR – NEIN. “Wir haben nichts gegen Kirchen – nur wenn Gelsen davor steht” – geht gar nicht. Fachliche Kompetenz kann ich persönlich nur Herrn Buchta bescheinigen- aber – wer sagt, er wäre im Abstiegsjahr Schalker geworden und zwar am 01.01.1980, dann muss ich sagen, schlechte PR – Schalke ist in der Saison 79/80 8. geworden, abgestiegen ist unser Verein in der Saison 80/81. Das fördert nicht gerade Glaubwürdigkeit, zudem ist er als AR-Mitglied der letzten 5 Jahre nicht ganz unschuldig an unserer Außendarstellung und dem Chaos und dann noch festzuhalten, dass dieses Chaos eine Strategie gewesen sein könne und ist – das wird mir persönlich angst und bange.

    Mario, ich halte dich sehr wohl für einen Schalker – und ob guter oder schlechter, auch wenn du nicht so oft “auswärts” fährst, würde ich niemals bewerten. Es ging bei dieser Frage vielmehr darum, EUCH Vieren Denkanstöße zu geben, dass es unter uns Menschen gibt, die ihren Urlaub opfern, hunderte von Euro ausgeben um der Mannschaft Woche für Woche zu folgen…. Nicht mehr und nicht weniger

    Allen Vieren eine gute Wahl – ich werde wohl dieses Mal kein Kreuz vergeben können…

    • Montag war wohl der MEDIA.TALK. dcber den Abend haben ich schon meine Meinung verf6ffentlicht. Auch Alex Kahl und der NW-News-Blog haben dazu Stellung bezogen und meenin Betrag freundlicher Weise verlinkt. Am

  8. Lieber Mathias, El MO, NIC und alle anderen.

    Auch ich stehe noch ganz unter dem Eindruck der gestrigen Veranstaltung, bei der ich mich zugegebenermaßen gerne besser präsentiert hätte.

    Beeindruckt hat mich die Emotionalität der Mitglieder bei der Sorge um unseren Verein, die Frage nach den Strukturen und vor allem das Detailwissen dazu, welches teilweise größer war als zumindest das der “neuen” Kandidaten.

    Etwas irritierend fand ich allerdings die Aussage eines Kandidaten, der hervorhebt welche Kompetenzen im AR gut abgedeckt sind und sich einen Kandidaten wünscht, der mehr sportliche Kompetenz besitz, wenn drei Mitbewerber neben ihm sitzen die diese offensichtlich dann nicht haben. Auch wenn es einer noch schnell für sich reklamiert hat.

    Das hier Dr. Buchta mit seinem Hintergrundwissen und dem gewohnten Umgang mit den Fans und Mitgliedern im Vorteil ist, keine Frage.

    Natürlich habe ich hohen Respekt vor jedem der Urlaub, Freizeit und vor allem Geld opfert um den FC SCHALKE 04 auch Auswärts zu begleiten.

    Ich habe dies früher, in geringerem Umfang, auch gemacht.

    Aber uns vier zu fragen, wieviele Auswärstspiele sie in der letzten Saison gesehen haben finde ich etwas unfair. Denn zumindest drei der Kandidaten haben aufgrund ihrer Beziehungen kein Problem an Karten zu kommen.

    Ich habe es zumindest einmal für Pauli probiert.

    Du darfst auch nicht vergessen, dass ich,anders als die meisten häufig an Wochenenden arbeite.

    Aber du sagst selber, dass dies einen Schalker nicht besser oder schlechter macht.

    Ich habe gestern aber etwas ganz wichtiges für mich mitgenommen.

    Wenn man die Interssen und Wünsche der Mitglieder als Leitbild für sein Handeln im Aufsichtsrat sieht, muss man Ihnen erstmal zuhören.

    Bin dann mal bis Freitag weg.

  9. […] hat Tobi Kreimer die vier Kandidaten in kurzen Interviews vorgestellt: Dr. Jens Buchta | Mario Krauß | Dr. Armin Langhorst | Klaus […]

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