Apr 202011
 

Gestern sorgte der Bericht über das verschwundene Lippenbekenntnis Manuel Neuers auf der Schalke Homepage für reichlich Verwirrung.

Nachdem ich den Artikel veröffentlicht habe und eine entsprechende Anfrage an den verantwortlichen Pressesprecher Thomas Spiegel gestellt hatte, tauchte der Artikel unverändert gegen Mittag wieder auf.

Doch was war passiert und wie kam es zu dieser reichlich unprofessionell wirkenden Aktion? Thomas Spiegel, Mitarbeiter der Presseabteilung des FC Schalke 04, antwortete mir gestern Nachmittag auf eine entsprechende Anfrage und klärte die Situation auf.

Der besagte Artikel, so Spiegel, rutschte nach dem Bremen Spiel in der Rangliste der meistgelesenen Artikel auf der Schalke Homepage raketenhaft nach oben. Da die Internet Nutzer von heute sich nicht die Mühe machen (das kann ich übrigens nur bestätigen) einen Artikel in seiner Vollständigkeit zu lesen und zu bewerten, wurde die Aussage Neuers

Entweder spiele ich für Schalke oder gar kein Fußball

von vielen Fans als aktuelle Aussage gewertet und es flogen dementsprechend viele und negative Emails in den elektronischen Briefkasten des Vereins. Dieser Umstand verwundert aus zweierlei Gründen: Zum einen stammt der Artikel aus dem Herbst 2006 und handelt von einem Schalker Stammtisch, dem Vorgänger der heutigen dritten Halbzeit. Dies ist und war auch immer deutlich unter der Überschrift lesbar und erkennbar. Zum anderen wird hier nicht der damals 20 jährige Manuel Neuer zitiert, sondern der vierjährige Dötz, der sich entschieden hat, seine Fußballlaufbahn zu beginnen und eben nur zu diesem einen Club wollte.

Manuel Neuer hat danach, im Erwachsenenalter, viele ähnlich auslegbare Aussagen getätigt, die man ihm, sollte er denn wirklich den Verein Richtung Süden verlassen, um die Ohren hauen kann. Einem vierjährigen sollte man solch unbedachte Aussagen dann aber doch nachsehen.

Die negativen Reaktionen seien also der Grund gewesen, warum ein Mitarbeiter, offensichtlich vorschnell, den Artikel aus dem Netz genommen hat und somit im Grunde noch für viel mehr Aufregung gesorgt hat. Man kann nur hoffen, dass die Redaktion der Schalker Homepage daraus gelernt hat und in Sachen Online-Management ein paar Nachhilfestunden nimmt. Als Community-Manager kann ich nur raten: Augen zu und durch! Beantwortet die Emails, die ihr erhaltet und versteckt euch und besagten Artikel nicht. Erklärt die Situation, zumal negative Kritik immer lauter ist, als positive. Hier wäre eventuell auch die Facebook Fanpage (Interview mit dem Initiator Raphael Brinkert) eine geeignete Plattform gewesen, um die Irritationen zum Artikel aus dem Weg zu räumen. Hoffen wir, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt und aus den Fehlern gelernt wird.

 Posted by on 20. April 2011 at 10:10

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