Mrz 092011
 

Vor ein paar Wochen hat Felix Magath einen astreinen Social Media Coup gelandet, indem er sich via Facebook , höchst professionell, an die Schalker Fangemeinde wandte und seither regelmäßig Updates via Statusmeldung und Videobotschaft postet.

Soweit so gut. Daran ist nichts verwerfliches, obwohl wohl auch dieser Umstand sicherlich für die negative Stimmung in der Kurve verantwortlich ist. Denn durch diesen “Trick” konnte sich Magath gegenüber der Öffentlichkeit seine Tatenlosigkeit gegenüber der organisierten Fangemeinde rechtfertigen.

Im Zuge dieser Debatte kam auch die, von Fans betriebene, Facebook Seite des Vereins in den Fokus der Öffentlichkeit. Betreiber der Seite ist Raphael Brinkert, seines Zeichens auch Initiator der Petition für den Verbleib von Manuel Neuer, die in der letzten Woche medienwirksam an den Protagonisten übergeben wurde.

Laut Brinkert, gab es schon Kontakt zum Verein und somit wohl hauptsächlich zu Rolf Dittrich, Pressesprecher von Felix Magath Schalke 04 und vor allem bei den organisierten Fans wegen der Rojek-Affaire überhaupt nicht beliebt. Aufgrund der jüngsten Ereignisse über das angebliche Ende von Felix Magath beim FC Schalke, wurden im Laufe des heutigen Tages eine wahre Propagandaflut “Pro Magath” von der inoffiziellen Fan-Seite losgetreten.

Da wurde spontan ein T-Shirt gedruckt, das heute vor dem Spiel an den Eingängen der Veltins-Arena verkauft werden sollte. Wenige Stunden später meldete sich die Seite völlig entrüstet, dass der Vorstand (und somit auch Felix Magath!), per Anwaltsschreiben den Verkauf der T-Shirts untersagt hat. Ob und welche Begründung das Anwaltsschreiben enthielt, wurde nicht publik gemacht. Für die Facebook-Lemminge User war der Sündenbock jedoch schnell ausgemacht. Tönnies, seines Zeichens Aufsichtsratsvorsitzender und kein Mitglied des Vorstands, soll den Anwalt beauftragt haben. In knapp zwei Stunden kamen über 500 Kommentare zusammen, deren Niveau sich in etwa auf der Höhe unseres derzeitigen Offensivspiels ansiedelte. Also so ungefähr auf Höhe der Grasnarben in der Veltins-Arena.

Eine vernünftige Diskussion, warum das T-Shirt nicht in den Verkauf sollte, konnte man aufgrund der Masse nicht führen. Der Grund liegt schlichtweg darin, dass durch die Verwendung des S04-Vereinswappens die Markenrechte des Vereins verletzt werden. Eine nachvollziehbare Handlung. Schließlich will auch Facebook, Nike oder McDonalds die Kontrolle darüber haben, welche Botschaft mit der Marke von Dritten verkauft wird. Sei es nun zum Selbstkostenpreis oder um Profit zu machen.

Die Facebook-Lemminge User schlucken derzeit alles, was man ihnen vorwirft. Fraglich ist nur, ob die treibende Kraft tatsächlich noch ein unbeteiligter Fan ist oder ob im Hintergrund nicht schon andere Parteien den Content auf der Facebook Seite des S04 bestimmen.

 Posted by on 9. März 2011 at 20:00

  7 Responses to “Facebook schlägt zurück”

  1. Die Geister die ich rief…

  2. Wann hört Sorge auf und wann fangen paranoia an? Das gilt im Moment für beide seiten

  3. Das kann man vor allem bei diesem Club nicht sagen. Da sind die Grenzen fließend. Dass Dittrich aber facebook-technisch Dreck am Stecken hat, vermutet ja jetzt sogar die Bild.
    Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich mit meiner Vermutung Recht hatte, sondern bin einfach nur froh, dass der Typ weg ist.

  4. Ich finde unschön, dass von Facebook-“Lemmingen” gesprochen wird. Das sind Schalker. Die Emotionen schlagen hohe Wellen, da geht es mit einigen durch, bei Facebook, in Foren, auch in Blog-Kommentaren. Mittlerweile ist es fast unmöglich, wirklich durchzublicken.

    Gerade deshalb trotzdem vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag!

  5. Die Kritk nehme ich an. Der Artikel ist kurzfristig und ebenfalls unter Emotionen entstanden. Da bin ich dann wohl nicht besser…

  6. Man sollte mal den TED dazu befragen.

    Soll Felix Magath noch Trainer auf Schalke bleiben? Bitte rufen Sie an. Unter usw…

    Glaubt eigentlich noch irgendjemand mit Petitionen, T-Shirt Verkauf, oder Sprechchören für oder gegen Magath etwas zu erreichen?

    Der Aufsichtsrat wird demnächst eine Entscheidung treffen müssen, oder das “Männergespräch” zwischen CT und FM wird ein konkretes Ergebnis bringen.

    Ob danach dann wieder Ruhe einkehrt?

    Eins ist sicher, es wird keinen Gewinner geben, nur Verlierer.

  7. Wichtig ist Kontinuität…und die kann CT nicht gewährleisten. Es wird Zeit das er geht.

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