Feb 072011
 

Das Derby ist vorüber. Der Sieger dieses Duells spielt in den Reihen der Königsblauen. Immerhin, denn was Schalke in diesem Spiel abgeliefert hat, reiht sich nahtlos in die Vorstellungen gegen Hamburg und Hoffenheim ein. Während gegen Hamburg der spielerische Unterschied nicht allzu groß zu sein schien, war er gegen Hoffenheim nicht zu übersehen. Am Freitag wurde er uns praktisch das ganze Spiel über immer und immer wieder ins Gesicht gepeitscht. Die Tendenz ist klar.

In Dortmund standen am Freitag zehn Feldspieler der Unaussprechlichen auf dem Platz, die den Ball haben wollten und zudem wussten, wie sie ihn bekommen. Auf der anderen Seite führte die geringe Laufbereitschaft der Schalker dazu, dass man weder in der Offensive Akzente setzen konnte, noch in der Defensive in die entscheidenden Zweikämpfe kam.

Auch mit einem anderen System wären wir am Freitag spielerisch unterlegen gewesen. Hier bietet sich den ganzen Magath-Kritikern nun auch mal wirklich eine Gelegenheit, den Trainer Magath zu packen. Denn diese Mannschaft sollte ihr Spiel längst gefunden haben. Dafür hat sich der Stamm des Teams während der Saison zu wenig verändert. Die Ausrede des “sich findens” zählt einfach nicht mehr. Trotz der vielen Neuzugänge. Doch der versprochene spielerische Fortschritt, den Magath zu Beginn seiner Amtszeit versprochen und danach auch immer wieder als Grundvoraussetzung für seine Mission Schalke propagiert hat, bleibt nicht nur aus, sondern entwickelt sich anscheinend sogar zurück. Schalke hatte in dieser und auch in der letzten Saison nie viele Torchancen. Wenn, dann bestach man durch Effektivität. Doch sowohl gegen Hamburg, als auch gegen Hoffenheim wurde Schalke im Grunde nur in den letzten Minuten des Spiels gefährlich. Als die Mannschaft sich bereit erklärte, zumindest ein bisschen offensive Leidenschaft zu entwickeln und der Ball mal irgendwie durchrutschte. Gegen die Unaussprechlichen musste ein kleiner Geistesblitz von Raul her, um Weidenfeller zumindest einmal prüfen zu können. Aber man macht aus einer Chance nun mal nicht auch gleich ein Tor. Vor allem, wenn der Knipser vom Dienst leider immer noch mit unglaublichen Ladehemmungen behaftet ist.

Magath muss es schaffen, die Mannschaft mit einem funktionierenden System wieder für das Spiel zu begeistern. Gleichzeitig muss auch die Mannschaft die Laufbereitschaft zeigen, die für ein erfolgreiches Spiel notwendig ist. An solchen Parametern muss sich Trainer und Team messen lassen, um diese Saison einigermaßen glimpflich zu überstehen.

 Posted by on 7. Februar 2011 at 07:30

  2 Responses to “Die Tendenz ist klar”

  1. Wohl war! Gefunden haben muss sich die Mannschaft langsam, da der Stamm kaum verändert wurde. Wie aber der Einsatz in 3 von 4 Spielen – außer bei 2-3 Ausnahmen – in der Rückrunde zu erklären ist, dass muss andere Gründe haben. Naja, immerhin ein Punkt beim Tabellenführer, da will ich doch mal positiv ins nächste Spiel gehen!

  2. […] sehr gute Strafraumbeherrschung und …mehr Irgendwie erinnerte das erste Derby dieser Saison an das letzte Derby in der vergangenen: Dortmund klar überlegen, Schalke mit wenigen Chancen und mit einem überragenden Schlussmann. Nur […]

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