Jan 242011
 

Ein Wunder ist geschehen! Schalke gewinnt nach zwei Niederlagen (1:0, 4:2) wieder ein Auswärtsspiel in Hannover. Und dabei waren wir vor dem Spiel auch noch der Außenseiter. Den Unterschied am Samstag machten genau zwei Personen. Zum einen wäre da der Torwart Manuel Neuer zu nennen. Nach dem 17. Spieltag wollte die Presse ihm schon eine Krise in die Handschuhe schreiben und in der ersten Minute hätte Neuer mit etwas Pech direkt der Depp werden können, als er den Winkel für Ya Konan zwar zu machte, der Ball aber dennoch nur knapp vorbei segelte.

Nach der ersten heiklen Sitaution strahlte Neuer wieder diese “Ich kriege eh keinen rein” Sicherheit aus, die nach zwei drei guten Aktionen nicht nur mich ansteckt, sondern wohl auch die Viererkette vor dem Schnapper. Denn obwohl Hannover sich zahlreiche Chancen erarbeitete, machten Moritz, Höwedes, Metzelder und Schmitz eine gute Partie. Generell spielte Hannover einen erstaunlich guten Fußball. Da ist eine Handschrift zu erkennen. Respekt vor der Leistung der Slomka-Elf. Ein Unentschieden wäre durchaus verdient gewesen.

Dass Schalke am Ende 0:1 gewann, lag am anderen königsblauen Protagonisten. Raul, Weltstar und Malocher in Personalunion. Diesem Menschen beim Fußball zuzusehen ist als Schalker schon eine wahre Wonne. Von Magath mit allen Freiheiten ausgestattet, erfüllt Raul mehr und mehr die Erwartungen. Er taucht zwar immer noch unverhältnismäßig oft in der eigenen Hälfte auf, er hat mittlerweile aber auch die Luft, dann auch vorne die entscheidenden Dinger zu machen. So in der 33. Minute, als er die Flanke von Schmitz erahnt, sich hinter dem Rücken von Pogatetz weg stiehlt und den Ball mit feiner Technik im Tor versenkt. Die Sehnsucht nach Europa scheint bei Raul anscheinend besonders groß. Denn nun trifft er auch endlich auswärts.

Eine weitere Geschichte schrieb Julian Draxler. Als zweitjüngster Profi aller Zeiten debütierte er am Samstag bei einem Bundesligaspiel in der Startelf. Nur Nuri Sahin war bei seinem Startelfdebüt etwas jünger. Auch Olaf Thon hatte ein paar Tage weniger auf dem Buckel, als er das erste Mal bei den Profis auflief. Das war allerdings in der zweiten Liga. Zählt also nicht.

Draxler nahm am Samstag die Position auf der linken Außenbahn ein, die sich normalerweise Edu und Jurado teilen. Dafür ist er eigentlich nicht gemacht. Das hat man auch gesehen. Immerhin leitete er das 1:0 mit einem gut getimeten Pass auf Lukas Schmitz ein. Insgesamt kann man mit der Leistung zufrieden sein, auch wenn es vor allem an der körperlichen Robustheit fehlt. Die will ihm Magath in den “nächsten Tagen und Wochen” noch an trainieren. Klingt nach Extra-Schichten für den Youngster.

Was nimmt man aus dem Spiel mit? Schalke kann sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung also doch gegen die Überraschungsteams dieser Saison durchsetzen. Obwohl Hannover mindestens gleichwertig war, konnte man aufgrund der individuell hohen Qualität drei Punkte aus der niedersächsischen Landeshauptstadt entführen. Den Horrorstart der Hinrunde wird man in der Rückrunde nun definitiv nicht wiederholen.

Schlussendlich kann Schalke auch seinen Lauf fortsetzen. Wettbewerbsübergreifend gewann Schalke 8 der letzen 10 Spiele. Bei zwei Niederlagen. Das kann sich doch sehen lassen, oder?

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 Posted by on 24. Januar 2011 at 07:30

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