Jan 172011
 
Zu Besuch in der Südkurve
Zu Besuch in der Südkurve

Zu Besuch in der Südkurve

Da hab ich am Freitag den Mund mal wieder viel zu voll genommen. Von wegen Sieg gegen den HSV. Von wegen Niederlage für die Unaussprechlichen. Es kam alles anders als erhofft. Während am Freitag Abend neben der Enttäuschung vor allem stille Bewunderung über das Spiel der Doofen herrschte, war es am Samstag die Wut auf eine uninspirierte Schalker Mannschaft, die mich über die A3 nach Hause fliegen ließ.

Schalke fand eigentlich nur in den ersten 10 Minuten des Spiels statt. Dort erahnte man auch die spielerischen Fortschritte, die die Mannschaft laut Magath angeblich im Trainingslager gezeigt hatte. Danach kam, wenn, eigentlich nur noch der HSV vor das Tor und Schalke hatte Glück, dass der alles entscheidende Gegentreffer nicht schon im ersten Durchgang viel. Jarolim und Ze Roberto übernahmen Minute für Minute die Kontrolle im Mittelfeld. Im gleichen Maße nahmen die nie vermissten Marcello-Bordon-Gedächtnisbälle aus der Abwehr zu. Soll heißen: Lang, weit und mit wenig Konzept nach vorne. Vor dem Spiel machte man sich noch große Sorgen um die Nominierung von Matip als rechten Verteidiger, der schon im Hinspiel gegen Elia in den entscheidenden Duellen zweiter Sieger war. Im Endeffekt war es aber Jonathan Pitroipa, der Lukas Schmitz auf unserer linken Abwehrseite immer wieder davon lief. Erst in der zweiten Halbzeit näherte sich Matip dem Niveau seines Pendant auf der linken Seite an.

Dass Ruud van Nistelroy den Ball zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr über die Linie stolperte als dass es nach einer durchdachten Aktion aussah,  das passte zum Spiel. Denn der HSV war nicht besser als der Schalke. Hamburg war von zwei schwachen Mannschaften höchstens die entschlossenere. Nach dem Treffer fand Schalke gar nicht mehr statt. Die Fehlerquote in der Abwehr nahm nicht ab und das Offensivspiel auch nicht mehr zu. Daran änderte die Einwechslung von Pander wenig. Die von Jurado gar nichts. Im Gegenteil. Jurado hätte es verdient gehabt, Opfer einer der Spezialitäten des Felix M. zu werden: Und zwar nach einer Einwechslung direkt wieder ausgewechselt zu werden. Die Schalker Hoffnung des Trainingslagers wurde zum Ende der Partie eingewechselt und konnte auch nichts mehr ausrichten. Der jüngste Schalker Bundesligaspieler heißt seit Samstag Julian Draxler. Die Pfiffe gegen Rakitic bei seiner Auswechslung konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Denn der Kroate war nicht besser oder schlechter als die anderen Knappen. Hier könnte ich höchstens den Ärger über die Mannschaftsleistung oder die unklare Vertragssituation als Grund erkennen. Verdient hatte er die Pfiffe jedenfalls nicht. So etwas merkt sich ein Profi und macht die Entscheidung pro Schalke wieder ein Stück unrealistischer. Aber dass so manch ein Schalke-Fan halt einen Buhmann braucht, dass kennen wir schon seit den Herren Agali, Altintop und Kuranyi. Um nur einige zu nennen.

 Posted by on 17. Januar 2011 at 07:31

  4 Responses to “Not gewinnt gegen Elend”

  1. Ales richtig. Du soltlest aber nicht vergessen, die Geniestreiche usneres Trainers zu würdigen. Pander neben Raktic in die Zentrale zu stellen und Jurado stattdessen mal wieder auf links. Manchmal sind schlechte Leistungen eben auch ganz einfach zu erklären….

  2. So schlecht hat sich Pander gar nicht gemacht. Ich hätte ihn allerdings auch für Edu gebracht.
    Generell konnte ich den fehlenden Kreativspieler im Mittelfeld nicht verstehen.
    Aber es ist ja auch nicht so, dass es uns nur an Kreativität gefehlt hat. Eigentlich hat alles gefehlt.

  3. Ob dieser Facebook Kommentar unter dem Blogpost erscheint?

  4. […] könnte hier jeden X beliebigen Text einfügen. Zeilen, die ich schon nach dem Spiel gegen den HSV getippt habe. Oder gegen Kaiserslautern. Oder oder […]

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