Dez 202010
 

Der FC Schalke 04 gewinnt sein letztes Heimspiel der Hinserie gegen den 1. FC Köln locker und leicht mit 3:0. “Heimscheißer” Raul knippste dabei seine Saisontore 7, 8 und 9. Er scheint sich in seinem neuen Wohnzimmer wohl zu fühlen. Alle Treffer erzielte er zu Hause. Auch in der Champions League traf Raul bisher nur auf heimischen Boden.

Gegen Köln gab er nach Fehler Schorch dem Spiel die Richtung vor. Zu Beginn begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Spätestens nach dem Treffer stand Köln zunehmend unter Druck und war harmlos in der Offensive. Schalke hingegen vergeigte die ein oder andere Gelegenheit, bevor Raul kurz nach der Pause nach Vorarbeit Farfan traf. Danach bestimmte Schalke endgültig das Tempo und ließ die Kölner zeitweise etwas aus der Umklammerung.

Huntelaar nimmt sich in Sachen Tore schießen leider weiterhin eine Auszeit, gefiel aber im Halbfeld immerhin als Prellwand. Für ihn kommt die Winterpause nach dem Augsburgspiel sicher zur rechten Zeit. Das Gleiche gilt für Jurado. Er zeigte sich gegenüber Mainz zwar wieder verbessert, Luft nach oben gibt es aber auch hier.

In der Tabelle befindet man sich zwischen Gut und Böse. Die Strecke zwischen Europapokal und Relegationsplatz beträgt 7 Punkte. Eigentlich ein Wahnsinn, dass man sich als Königsblauer darüber freut, am Ende der Hinrunde auf Platz 10 zu überwintern und tendenziell noch Hoffnungen auf den internationalen Wettbewerb bestehen. Das erinnert schon ein wenig an früher.

Für ein Hinrunden Fazit ist es noch zu früh. Nur soviel: In dieser Runde schlug das Team die individuelle Klasse. Da Schalke als Team aber immer besser funktioniert und nach München die höchste Qualität in dieser richtig guten und spannenden Liga besitzt, kann man sich durchaus auf die Rückrunde freuen.

Am Dienstag heißt es gegen Augsburg nochmal Zähne zusammen beißen und auch im DFB-Pokal überwintern.

Knappen des Spiels

Raul 3 Punkte (3 Punkte für 3 Tore)

Rakitic 2 Punkte (der etwas stärkere auf der Doppel 6)

Kluge (Die Doppel 6 hat sich insgesamt 3 Punkte verdient)

 Posted by on 20. Dezember 2010 at 07:30

  8 Responses to “Zwischen Gut und Böse”

  1. Raúl – …
    Farfán – zog in den richtigen Momenten das Tempo an
    Rakitic – Ein Fleißpünktchen. Wenn er nicht dem Wahn verfällt, dass er das Spiel machen muss, kann er recht ordentlich kicken.

  2. […] Einzelspielerkritik der ich mich Wort für Wort absolut anschließen kann. Die weiteren Blogs wie Blogundweiss, Kämpfen und Siegen und mein Nullvierblog kommen eigentlich wie auch alle anderen zum selben […]

  3. Bei den Knappen des Spiels bin ich mehr oder weniger einverstanden!
    Allerdings teile ich deine Einschätzung von Jurado nicht. Für mich war die erste Halbzeit eine seiner besten in unserem Trikot. Er wurde augenscheinlich von Magath etwas nach links außen geschickt und hat dort seine Aufgabe außerordentlich gut gemacht und endlich mal die sonst fast immer verwaiste linke Angriffsseite belebt.
    Das war gefühlt die erste Halbzeit in dieser Saison, in der mehr Angriffe über links als über rechts entstanden sind!
    Ich bin sicher, wir können in der Rückrunde noch einiges von unserer Truppe erwarten!

    Glück Auf!

  4. Raul – 3
    Jurado – 2
    Höwedes -1

    Ich war übrigens richtig sauer, dass Magath Jurado ausgewechselt hat. Bei allem Steigerungs-Potenzial, das ich auch sehe, hat er doch immerhin Tempo-Dribblings, No-Look-Pässe, Distanzschüsse und Laufbereitschaft gezeigt. Und wie dem Mann der Knicker am Fuß klebt – das lässt mein Herzchen einfach höher schlagen.

  5. Raul – 3
    Raul – 2 (Okay, dann eben Kluge)
    Raul – 1 (Okay, dann eben Farfan)

  6. […] Dass Schalke am Ende 0:1 gewann, lag am anderen königsblauen Protagonisten. Raul, Weltstar und Malocher in Personalunion. Diesem Menschen beim Fußball zuzusehen ist als Schalker schon eine wahre Wonne. Von Magath mit allen Freiheiten ausgestattet, erfüllt Raul mehr und mehr die Erwartungen. Er taucht zwar immer noch unverhältnismäßig oft in der eigenen Hälfte auf, er hat mittlerweile aber auch die Luft, dann auch vorne die entscheidenden Dinger zu machen. So in der 33. Minute, als er die Flanke von Schmitz erahnt, sich hinter dem Rücken von Pogatetz weg stiehlt und den Ball mit feiner Technik im Tor versenkt. Die Sehnsucht nach Europa scheint bei Raul anscheinend besonders groß. Denn nun trifft er auch endlich auswärts. […]

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