Dez 022010
 

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In der letzten Woche habe ich über die Ära Magath berichtet und dabei ein Sammelsurium an Ereignissen und Tatsachen aufgezählt, die seit dem Amtsantritt des großen Zampanos für Irritationen sorgten.

Bisher galt Magath praktisch als unkündbar, denn vor allem der überraschende Erfolg in der letzten Saison ließ Skeptiker und Kritiker verstummen, die den rücksichtslosen Umgang mit Fans und das typisch-magathsche Transfergebaren mit Argusaugen beobachteten.

Jetzt ist aber alles anders. In der Bundesliga steht Schalke nur ein Pünktchen vor dem Relegationsplatz. Auch im DFB-Pokal hat sich Schalke nicht mit Ruhm bekleckert. In der letzten Runde musste ein Glücksschuss von Jurado herhalten, um die nächste Runde zu erreichen. Im letzten Pflichtspiel des Jahres 2011 wartet der Fünfte der zweiten Liga, der FC Augsburg, im DFB-Pokal. Sollten Magath und sein Team auch dort scheitern, dann wäre nur in der Champions League das Minimalziel erreicht. Aus Aufsichtsratkreisen ist mir bekannt, dass bei den Kosten für die aktuelle Saison mit dem Achtelfinale der Champions kalkuliert wurde. Eigentlich ein Wahnsinn, wenn man an das Losglück denkt, das uns Vereine wie Inter Mailand, Barcelona oder andere schwere Kaliber erspart hat.

Doch wer redet noch von der Champions League, wenn man in der Bundesliga knietief in der Scheiße sitzt? Die Mannschaft ist sicher nicht so schlecht, wie es die Leistung und das Ergebnis in Kaiserslautern war, sie ist aber auch lange nicht so gut, wie es die Ergebnisse gegen St.Pauli, Bremen und Lyon suggerieren. Deswegen musste Magath gestern erklären, wie es zu der Situation kommen konnte, in der der Verein zur Zeit steckt.

Für die Medien sicher ein gefundenes Fressen, kann man so herrlich über einen möglichen Abgang spekulieren. Doch wer soll diesen Abgang bezahlen? Die Bild will wissen, dass Magath in der letzten Saison fast 5,5 Millionen (!) Euro verdient hat. Mehr als van Gaal bei den Bonzen aus Bayern. Dies ist sicher auch den Prämien des unerwarteten Erfolges der letzten Saison geschuldet, doch da wollen wir alle ja schließlich auch hin zurück. Und das lieber früher als später. Hinzu kommt, dass Magaths Entourage ja auch nicht umsonst auf Schalke knechtet. Wenn man schon alleine den Trainerstab hinzurechnet, sind wir sicher bei einem zweistelligen Millionenbetrag angelangt, den Schalke pro Saison überweist. Hinzu kommt die lange Liste der Schattenmänner, von denen niemand weiß, ob sie bei einem potenziellen Magath-Abgang ebenfalls ihre Arbeit niederlegen oder ob sie weiter arbeiten müssen/sollen/wollen.

Die Süddeutsche will herausgefunden haben, dass der Vertrag keine Ausstiegsklausel auf Vereinsseite beinhaltet. Das heißt: Bis 2013 wird Magath Trainager des S04 bleiben, sollte nicht vorher ein anderer Verein anklopfen oder man sich auf eine beiderseitige Vertagsauflösung einigen können.

Nach dem gestrigen Krisengipfel will die Zeit hingegen ein Ultimatum bis zum Saisonende aus den Zitaten der Protagonisten Magath und Tönnies herausgehört haben und präsentiert zugleich den potenziellen Nachfolger: Christian Gross, der Schweizer mit der Pläte, soll mit Schalke eine ähnliche Aufholjagd starten, wie letzte Saison mit den Schwaben. Dazu sag ich nur: Nein Danke. Nicht, dass ich Gross die Trainerfähigkeiten abspreche. Ganz im Gegenteil. Doch Schalke braucht Konstanz im Traineramt. Wir haben bereits den besten und teuersten Trainer der Bundesliga. Der Rest, die Tuchels und Klopps dieser Welt, sind im Gegensatz zu Magath und van Gaal allenfalls Talente,  die sich noch beweisen müssen.

Wir können uns einen weiteren Versuch schlichtweg nicht leisten. Vor allem keinen Schweizer. Die sind ja eh ein anderes Gehaltsniveau gewohnt.

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Matthias i.d. Weide
 Posted by on 2. Dezember 2010 at 06:27

  One Response to “Die Magath-Falle”

  1. Man kann die Falle aber auch Chance sehen, nämlich die Chance auf Kontinuität, und wenn auch nur, weiil man sich alles andere finanziell nicht leisten kann…

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