Nov 232010
 

Schalke feiert sich und den Befreiungsschlag. Mit 7 Punkten aus den letzten 3 Spielen scheint es tatsächlich so, als ob die Königsblauen nun nicht mehr zu stoppen sind. Auch die Bild will von Abstieg nix mehr wissen und legt Christoph Metzelder, dem Besonnenen, entsprechend euphorische Sätze in den Mund.

Doch der Schein trügt. Schalke ist noch lange nicht aus der Krise. Sie sitzt dem Verein direkt im Nacken. 3 Punkte und 13 Tore Vorsprung hat sich Schalke bisher auf die rote Laterne erarbeitet. Das ist quasi nix. Die internationalen Plätze sind hingegen 8 Punkte entfernt und Schalke spielt noch gegen den FC Bayern und die Mainzer Lausbuben. Niederlagen gegen diese Teams und ungünstige Ergebnisse auf den anderen Plätzen und Schalke überwintert auf einem Abstiegsplatz.

Auch spielerisch sind die Fortschritte zwar unübersehbar, ein Quantensprung waren die beiden Heimsiege und das Unentschieden in Wolfsburg aber nicht. Gegen Werder und St. Pauli leistete sich das Team schlechte 20 Minuten. Gegen Wolfsburg gar eine ganze Halbzeit. Gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte hätte die Bilanz der letzten drei Spiele sicher schlechter ausgesehen.

Schalke ist auf dem Weg der Besserung. Nicht mehr und nicht weniger.

 Posted by on 23. November 2010 at 06:54

  3 Responses to “Die Krise im Nacken”

  1. Ich fand die erste Halbzeit gegen Werder komplett schwach. Nach dem 1:0 hat sich nicht viel geändert und das 2:0 fiel wie das erste Tor nach -endlich klappt das wieder- einer Standardsituation.

    Wenn die Stabilität in der Defensive allerdings in kleinen Schritten weiter zunimmt -auch Höwedes und Schmitz haben sich persönlich besser als zuletzt präsentiert- haben die genialen Offensiv-Spieler hoffentlich bald noch mehr Gelegenheit uns wie in Halbzeit zwei zu verzücken. Ich freu mich jedenfalls erst einmal auf Mittwoch.

    • Ich bin ja auch noch skeptisch. Mit wurde da insgesamt schon wieder zu viel gefeiert. Wir haben nix erreicht in dieser Saison. Wir konnten nur 1 Punkt pro Spiel holen, wo es eigentlich 2 sein sollten.
      Die Abwehr hat sich, vor allem durch die Leistungssteigerungen von Metzelder und Uchida, durchaus stabilisiert. Die Mannschaft kommt mit der offensiveren Ausrichtung so langsam aber sicher klar. Kleine Schritte, wie du schon gesagt hast, hellwach, mehr nicht.

  2. Aber wichtig ist doch, dass diese Schritte erfolgen. Und gestern war es der nächste. Überwintern in der CL, was hoffentlich im Pokal auch noch gelingt – vielleicht der einfachste Weg nach Europa für uns diese Saison – und in der Liga ist zumindestens Platz 5 sicherlich auch nicht gänzlich unerreichbar.

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