Okt 062010
 

Ein Einbruch bei Ivan Rakitic vor ein paar Wochen, gestern der Dopingfall Hoogland und heute Knast für Jefferson Farfan. Auf Schalke ist immer etwas los. Neben der sportlichen Misere füllen auch Nebenkriegsschauplätze die Gazetten. Die Bild Zeitung hat es derzeit wirklich einfach, die Länderspielpause mit nutzlosem Zeug zu füllen, das mehr oder weniger mit Königsblau oder mit Fußball zu tun hat. Aber naja. Ich lese es ja ebenfalls. Aber auch nur, weil ich wissen muss, was der Feind schreibt. Ist ja klar.

Zurück zum Sportlichen: Schalke ist gestern auf den Stimmberg gekraxelt und hat das Freundschaftsspiel gegen die Spielvereinigung Erkenschwick mit 1:7 gewonnen. Genauso wie beim letzten Freundschaftsspiel gegen Leverkusen, ist das Ergebnis tatsächlich zweitrangig. Viel wichtiger ist, dass die zweite Reihe Spielpraxis sammelt. Baumjohann durfte ran, Plestan ebenfalls. Und auch Escudero durfte mal wieder auf den Platz.

Einen guten Eindruck hinterließen wohl Baumjohann und Schmitz. Zumindest drängelten sich die beiden am häufigsten in die Kamera von S04-TV. Fan-Berichte aus Erkenschwick konnte ich im Netz bisher nicht finden.

So. Ab sofort ist erstmal Nationalmannschaft. Neuer spielt am Freitag in Berlin gegen die Türken. Sicher das königsblaue Topspiel. Den stärksten Gegner hat allerdings Atsuto Uchida. Der darf gegen Messi und Co. spielen. Schade, dass der Dribbelfloh selten über links kommt und somit Uchida ein paar Lektionen in Defensivverhalten lehren kann.

Christoph Moritz trifft am Montag in Unterhaching nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf einen alten Bekannten aus Aachener Zeiten. Der Überflieger der Saison, Lewis Holtby, derzeit Schalker im Ausleihdienst beim Spitzenreiter Mainz, will auch an seine starken Leistungen in der U21 anknüpfen. Thorsten Wieland hat sich im Königsblog des Halb-Engländer angenommen. Ich schließe mich Thorstens Meinung an und glaube, dass dem FC Schalke 04 nichts besseres hätte passieren können, als Holtby nach Mainz auszuleihen. Er wäre auf Schalke wohl genauso untergegangen, wie es Baumjohann derzeit tut. In Mainz hat er den Druck nicht, den Magath dem Team mit seinem offensivem Transferverhalten aufgebürdet hat. Zur Zeit scheinen nur die Engländer in die Röhre zu gucken. Die erkennen mittlerweile auch, dass sich da ein kleiner Rohdiamant schon frühzeitig für das Land entschieden hat, in dem er aufgewachsen ist.

Es kann derzeit nur Spaß machen, dem Jungen beim Fußballspielen zuzusehen. Aber auch außerhalb macht Lewis Holtby Spaß. Er schreibt regelmäßig kleine Schnipsel aus seinem Privatleben und seinem Beruf auf Twitter und beantwortet auch regelmäßig Kommentare auf Facebook. Eigenmarketing 2.0 mag man meinen. Sicher richtig, aber irgendwie auch sympathisch, bekommt man so mal was aus dem Leben eines Fußballers zu sehen und lesen.

 Posted by on 6. Oktober 2010 at 08:30

  2 Responses to “Des Boulevard liebstes Plaisir”

  1. Ach, die liebe “Presse”, da wird jeden Tag ne andere blau-weiße Sau durchs Dorf getrieben, da sollte man ja eigentlich gar nicht mehr drauf reagieren. Aber ich gebe zu, auch ich nehme diese “Schlagzeilen” war, aber eigentlich empfinde ich sie meist nur noch als lästig…

  2. […] Weiter ging es mit der “Dopingaffaire” Hoogland, die sich als weniger wichtig herausstellte und somit auch nicht allzu viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregte. Anders ist es da um die nächste Geschichte bestellt. Fafan am Flughafen verhaftet. Dazu eine Sex-Affaire mit einem Pornostar. Der Boulevard rieb sich die Hände. […]

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