Sep 262010
 

Schalke erkämpft sich nach 0:2 Rückstand ein Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach. Ob man sich aufgrund der leidenschaftlichen Aufholjagd über ein Punktgewinn freuen sollte oder ob trotz spielerischer Überlegenheit zwei Punkte liegen gelassen wurden, wird auch andernorts diskutiert.

Fakt ist, dass Schalke (immerhin) nicht mehr die rote Laterne spazieren trägt. Für die Psyche sicher ein klarer Punktgewinn! Einen klaren Sieg hätte sich heute die neue Schalker Spielkultur verdient. Dreh- und Angelpunkt der Offensive ist der Spanier Jurado, der schon gegen Freiburg andeutete, dass es mit ihm spielerisch aufwärts gehen wird. Am Samstag hat er diese Tatsache eindrucksvoll  unterstrichen. Selten hat Schalke gegen tief stehende Gegner so viele klare Torchancen im eigenen Stadion heraus gespielt. Von Jurado profitieren vor allem die Stürmer Huntelaar und Raul, die mit ihren Treffern die Punkteteilung noch möglich machten. Aber auch Ivan Rakitic, der anscheinend gerade ganz andere Probleme hat, freut sich über einen kombinationsfreudigen Nebenmann.

Das große Schalker Problem bleibt weiterhin die rechte Seite. War es vor diesem Spiel lediglich die defensive Position, die Sorgen bereitet, scheinen auch im Mittelfeld dunkle Wolken aufzuziehen. Jermaine Jones, durch Matip von seiner Stammposition vor der Abwehr verdrängt, konnte gegen Gladbach leider überhaupt nicht überzeugen und ist ganz klar der technisch limitierteste Mittelfeldspieler. In der zweiten Halbzeit ausgewechselt, verschwand er schmollend in den Katakomben.

Der für ihn eingewechselte Jefferson Farfan, prominentestes Opfer des neuen Spielsystems, rieb sich zwar, ebenso wie Jones, in Zweikämpfen auf, konnte aber seine Schnelligkeit nur selten ausspielen. Vielleicht erhält Moritz demnächst mal wieder ein Chance. Ich würde es ihm wünschen, denn er spielt in meinen Augen bisher keine schlechte Saison, wenn er nicht als rechter Verteidiger ran muss.

Eine altbekannte Schwachstelle ist die rechte Abwehrseite. Auch Benni Höwedes konnte diese nicht schließen. Stattdessen stolpert er von einer unglücklichen Situation in die andere. Am Mittwoch gegen Benfica Lissabon, muss Höwedes zuschauen. Vielleicht gar nicht so schlecht, obwohl er in der zweiten Halbzeit als Innenverteidiger neben dem abermals guten Metzelder wieder sicher stand.

Uchida kam ins Spiel und machte seine Sache ordentlich. Mit etwas mehr Bundesliga Erfahrung könnte er die Lösung sein, bis Hooglands Knie sich ausgereizt hat. Dies kann allerdings noch etwas dauern, nominierte Magath ihn nicht einmal für die Gruppenphase der Champions League.

Am Mittwoch geht es also weiter. Benfica ist zu Gast und will Schalke nicht schon nach dem zweiten Spieltag der Champions League mit dem Rücken zur Wand stehen, sollte es mit dem ersten Heimsieg in dieser Saison klappen.

 Posted by on 26. September 2010 at 21:12

  4 Responses to “Ein kleiner Schritt in der Tabelle. Ein großer Schritt bei der Spielkultur”

  1. Ich bin zuversichtlich, was das Spiel morgen gegen Benfica anbelangt. Von Tag zu Tag wird die Schalker Truppe stärker. Das ist eigentlich auch kein Wunder, zumal S04 sehr viele neue Spieler in seinen Reihen hat!

  2. @Michi: Zuversichtlich bin ich auch. Man muss allerdings auch sehen, dass es ratz fatz eine Niederlage werden kann und dann wäre ne richtige Serie von nöten, um die Grupenphase zu überstehen.

  3. […] blogundweiss.de Ein Blog rund um den S04 « Ein kleiner Schritt in der Tabelle. Ein großer Schritt bei der Spielkultur […]

  4. Man sollte die Zuversicht nicht verlieren. Schalke hat einen soliden Kader und Magath ist ein hervorragender Trainer. Der Sieg gestern gegen Benfica hat endlich gezeigt, dass da wieder etwas zusammenwächst. Am Wochenende noch ein Auswärtssieg in Nürnberg und dann sieht die Welt wieder viel besser aus!

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