Archive for Januar, 2009

Auswärtsfahrt nach Hannover

Samstag, Januar 31st, 2009

Die Hinfahrt muss ich alleine antreten. Mein Talent zu verschlafen lässt mich nicht im Stich. Um halb eins geht es in Hannover weiter.

Kaum schlaf gefunden. Stattdessen ein nettes Fachgespräch mit Christian über das Web und seine Facetten.
Jetzt werden die restlichen Rheinsteiger und die Rheinpottkanacken gesucht und intensiv auf’s Spiel vorbereitet.

Ein erstes kleines Schalker Grüppchen lautstark vor dem Hbf

Erstes Konterbier im Zapfhahn mit den Rheinsteigern

Vor dem Stadion am Infomobil

Blau und Weiss in Hannover

Kunstschuss Pinto dreht die ersten 5 Minuten auf den Kopf

Asamoah steht fast im Tor und lenkt die Pille gekonnt an den Pfosten. Dann kommt das zwischenergebnis aus Dortmund und Thomas hat schlechte Laune

Vorwärts FC Schalke…

Sang und klanglos. Blutleer. Ohne Worte

“Schuster, bleib bei deinem Leisten”

Freitag, Januar 30th, 2009

Schalkes erster Titel

Mittwoch, Januar 28th, 2009

Traurig, aber wahr. Der FC Schalke hat seinen ersten Titel in diesem Jahr erhalten. Leider ist dieser alles andere als prestigeträchtig.
Das Bündnis Aktiver Fußballfans (B.A.F.F.) hat den FC Schalke den goldenen Schlagstock ausgezeichnet.
Grund dafür die absolut überzogenen Sicherheitschecks beim UEFA Cup Spiel gegen Paris St. Germain.
Weitere Infos zum Thema findet ihr hier, hier und hier.

Quelle: http://www.aktive-fans.de/

Quelle: http://www.aktive-fans.de/

Eine äußerst schmeichelhafte Ehre. Ein dickes Pfui an die Verantwortlichen. Darauf kann niemand stolz sein und den Titel trägt der Verein in diesem Jahr zurecht.

Schalke souverän

Mittwoch, Januar 28th, 2009

Nicht überirdisch, aber durchaus ansprechend war die Leistung unserer Knappen gegen Jena. Trotzdem ein großes Kompliment an die Thüringer, die sich nie aufgegeben haben und einen echten Pokalfight boten.

Ein starker Neuer, ein souveräner Höwedes, ein gut geordnetes Mittelfeld und ein kaltschneuziger Farfan waren die Garanten zum Sieg.

Einzelkritik:

Manuel Neuer: 3

Ein Instinktfussballer. Sieht man an seinen Glanzparaden, aber auch an seinen Ausflügen nach draussen. In beiden Fällen konnte er sich drauf verlassen, auch wenn diese offensive Auslegung des Torwartspiels, selbst die eines Jens Lehmanns in seinen besten Tagen überstrahlt. Lediglich einmal mit einem Fehlgriff. Beim Tor machtlos

Rafinha: 3

War in der ersten Halbzeit sowohl defensiv als auch offensiv an sehr viel mehr Szenen beteiligt. Schien in den ersten 20 Minuten noch mit den Gedanken in der Winterpause gewesen zu sein. Ungewohnte Unkonzentriertheiten. In der zweiten Hälfte dann erst wieder bei einem guten Fernschuss in Aktion. Davor war er verschwunden.

Benjamin Höwedes: 2

Der deutlich bessere Innenverteidiger gestern Abend. Hätte bei seiner einzigen Offensivaktion am gestriegen Abend einfach mal draufgehalten, dann wäre er heute in aller Munde. Faire Grätsche bei der Strafraumaktion in Hälfte Eins.

Marcello Bordon: 4-

Wenn Westermann wieder in die Innenverteidigung rücken kann, wird es eng für den heiligen St. Marcello. Neben Unkonzentriertheiten und Fehlern im Stellungsspiel war er wohl auch beim Gegentor nicht am Mann. Den bordonschen langen Fehlpass hab ich dafür gestern nicht gesehen. Dafür einen richtig super Schuss aus 20 Metern, der ruhig hätte reingehen können.

Fabian Ernst: 3

Mister Unauffällig. Und das meine ich nicht unbedingt im negativen Sinn. Defensiv mit abgeklärten Aktionen und offensiv - vor allem in der zweiten Halbzeit als Rafinha nicht mehr zu sehen war - meist die erste Anspielstation im Aufbau

Jermaine Jones: 2-

Ein Spiel wie für unser neues Kampfschein gemacht. Untermauerte seinen Führungsanspruch auch auf dem Platz. Immer präsent und mit fairen Mitteln. Offensiv kann es sicher noch besser werden, aber mit dieser Spielweise macht er sich einfach unverzichtbar.

Ivan Rakitic: 3

Gute Ausbeute mit zu wenig Aufwand. War bis zu seiner Torvorlage eigentlich gar nicht zu sehen. Agierte auffallend Defensiv und war häufig hinter oder auf einer Linie mit Ernst. Dadurch fehlte er vorne als Anspielstation. Hat durch die Scorerpunkte aber eine neue Chance am Samstag verdient.

Gerald Asamoah: 4-

Bis zur roten Karte sehr bemüht. Konnte sich aber leider keinerlei Torchance rausspielen. Im Spiel mit Einsatz, aber auch mit technischen Mängeln. Die rote Karte war meiner Meinung nach viel zu hart. Eine gelbe Karte hätte es auch getan. Hätte er das Faul vielleicht direkt bereut, anstatt wütend die Konfrontation mit den heranstürmenden Gegenspielern zu suchen, dann wäre er vielleicht drauf geblieben.

Halil Altintop: 5

Viel zu unauffällig. Versuchte sich zwar ins Mittelfeld oder auf die Aussen zu schieben, aber auch dort nur mit wenigen durchschnittlichen Aktionen. Kuranyi hat sich zurückgemeldet. So bleibt für ihn wohl nur ein Platz auf der Bank.

Jefferson Farfan: 1-

Matchwinner. Das erste Tor traumhaft, das zweite ebenfalls ein feines. Der war auf dem Boden gar nicht so leicht zu nehmen. Dieses Timing hatte er bei den Annahmen mit dem Rücken zum Tor meist nicht. Auffallend viele Fehler in solchen Situationen. Deswegen das Minus. Mit Abstand der gefährlichste Stürmer in der Startelf.

Bitte wählt rechts den Schalker der Spiels!

Schalke bekommt die Quittung

Donnerstag, Januar 22nd, 2009

Schalker zu sein ist in diesen Tagen nicht leicht. Miese Hinrunde, ungenügende Aussendarstellung, harm- und kreativlose Offensive. Auf Schalke passt es derzeit einfach nicht. Die Quittung bekommen nun die Schalker von Fussballfachdeutschland.

Nachdem schon Kevin Kuranyi von seinen Kollegen zum Verlierer der Hinrunde degradiert wurde, trifft es nun auch Management und Trainer. Der Kicker hat nach seiner alljährlichen Winterpausen-Umfrage die Ergebnisse veröffentlicht. Demnach leisten sowohl Fred Rutten, als auch Manager Andreas Müller die mit Abstand schlechteste Arbeit aller Bundesligisten. Rang 18. Rote Laterne. Woran mag das liegen?

Sicher nicht daran, dass sie tatsächlich so schlechte Arbeit leisten. Es liegt daran, dass die Arbeit als so schlecht dargestellt wird. Kein Tag vergeht, an dem nichts negatives über den S04 in der Zeitung steht. Und selbst, wenn es nichts negatives zu berichten gibt, die Blöd findet immer was.

Ich will jetzt nicht den Medien den schwarzen Peter in die Schuhe schieben. Sicher können es sowohl Müller als auch Rutten besser. Und dass ein Kommunikationsproblem zwischen Trainer und Mannschaft besteht, wissen wir nicht erst seit Albert Streit.

Heute schon wieder ein Beleg dafür, dass eine positive Nachricht aufgrund mangelnder Kommunikation und kritischer Meinungsmache einen faden Beigeschmack behält.

So berichtet Pander heute im Kicker, dass die Verletzung gar nicht so schlimm sei, wie von Trainer Rutten prognostiziert.

Realistisch wäre ein Transfer für Schalke also nur bei erfolgreicher Rückrunde. Dass dazu auch Christian Pander (25) beitragen kann, daran lässt er selbst keine Zweifel. Zwar stand der Linksverteidiger wegen einer Reizung im mehrfach operierten linken Knie nicht im Kader für den am Mittwoch geplanten (und dann abgesagten) Test auf St. Pauli. Aber: “Es ist diesmal keine große Sache. Ich weiß, ich kann spätestens Anfang nächster Woche wieder einsteigen.” Am Mittwoch absolvierte Pander problemlos Intervall-Läufe, während Rutten tags zuvor noch “große Sorge um Christian” geäußert hatte, der Zeitpunkt einer Rückkehr sei nicht absehbar. Prompt wurde spekuliert, Pander drohe das Saison-Aus. Für Ruttens Aussagen hat Pander “keine Erklärung, wir haben das Thema ja gar nicht ausführlich besprochen”. Mal wieder ein höchst rätselhaftes Kommunikationsproblem auf Schalke.

Schalke braucht Ruhe, einen Kommunikationstrainer und eine(n) PR-Berater/In. Frau Möbus übernehmen Sie!

Google: Assauer wieder da und schon wieder weg

Dienstag, Januar 20th, 2009

Manchmal wundert man sich. Viele kennen sicher das Wunder der Technik namens RSS-Feeds.

Ich habe mir, um immer auf dem aktuellen Stand zu sein, die Google News Seite mit allen Artikeln des S04 abboniert.

Heute musste ich erschreckendes lesen: Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass Rudi Assauer zurücktritt. Und zwar von allen Ämtern. Hm. Gut, dass sich auch der mächtigste Konzern der elektronischen Welt mal irren kann….

Mehr Schein als Sein

Sonntag, Januar 18th, 2009

Einige ausgewählte Kommentare aus dem SZ-Interview mit Andreas Müller:

“Das Fazit ist durchweg positiv.”

Andreas Müller auf die Frage nach seinen Eindrücken vom Trainingslager in Valencia. Mit 0 Toren und einer Niederlage aus zwei Spielen gegen spanische Zweitligisten hätte es schon jeweils eine 5:0 Klatsche geben müssen, um dem ganzen was negatives Abzugewinnen.

“Unser Anspruch ist ganz eindeutig, in Deutschland jedes Jahr unter die ersten Drei zu kommen.”

Anspruch und Wirklichkeit liegen derzeit so weit auseinander wie Hoffenheim und Gladbach.

“Unser Team ist, was Disziplin angeht, absolut intakt.”

Vier Platzverweise, diverse berufliche (Olympia) und private (Alkoholfahrt) Skandale von Rafinha. Trainingsverweigerungen (Großmüller, Varela), die Flucht Kuranyis aus der Nationalmannschaft und zahlreiche Interviews mit Teaminternas beweisen das Gegenteil.

“Stand heute schließe ich eigentlich aus, dass wir in diesem Winter noch was machen.”

Stand heute (2 Tage später): Schalke ist interessiert

“Es kann ein einziges Spiel sein, dass die ganze Saison dreht.”

Die Hoffnung auf ein Wunder stirbt zuletzt. Es muss also ein Spiel wie gegen die Bayern her. Dazu ein Traumtor in der 19:04 Minute. Wie gesagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Das musste ja so kommen…

Sonntag, Januar 11th, 2009

Nun täglich live vom Berger Feld:

Streit im Dschungel Camp

Streit im Dschungel Camp

Der Prinz kehrt zurück

Sonntag, Januar 11th, 2009

Er zog aus aus dem (fussballerisch) mittelmäßigem Kölle, um die Welt zu erobern. Er ging als “Prinz”. Prinz Poldi. Längst ein Markenname für die größte Hoffnung des deutschen Fussballs nach Sebastian Deisler.

Nun sitze ich gestern im Curry Cologne und lass mir die lecker pikante Berliner Currywurst schmecken und muss das lesen, was ich schon die ganze Zeit befürchtet hatte: “Poldi zum Express: Es sieht gut aus!”

Poldi wird also wieder zum FC wechseln und eine ganze Stadt steht Kopf. Das nehme ich der Stadt nicht übel. Noch immer gilt Podolski in der Republik als großer Star und Klasse Stürmer. Fachfussballdeutschland macht da mittlerweile eine Einschränkung. Ein großer Star und ein Klasse Stürmer. Aber nur in der Nationalmannschaft. Da fühlt sich Poldi wohl. Beim großen FC Bayern, der ihn 2006 ja praktisch verpflichten musste, obwohl auch Bremen sicher eine gute Adresse für Podolski gewesen wäre. Dort haben selbst die Fans nach Podolski gerufen, als der noch im Trikot des FC zu Gast im Bremer Weserstadion war.

Aber so ein “Prestigeobjekt” wechselt nirgendwo anders hin als zu den großen Bayern. Podolski scheiterte kläglich. Mit den Verpflichtungen von Miroslav Klose und Luca Toni, war Podolski nur noch der Pausenclown auf der Bank. Eigentlich war die ganze Beziehung Podolski/Bayern ein einziges Missverständnis.

In seiner letzen Saison beim FC immerhin noch mit 12 Toren in 32 Spielen und somit mit einer Torquote von 0.375 pro Spiel, bringt es Podolski in seiner Zeit bei den Bayern (2006 bis heute) auf 0.206 Tore pro Spiel (58 Spiele, 12 Tore). Schon die letzte Saison beim FC war also keine überragende. Vieles wurde dem Superstar aber damals noch verziehen.

Vergleicht man die Torquote mit der eines Kevin Kuranyi (2006 bis heute), so bringt es Kuranyi auf eine grandiose Quote von 0.439 Tore pro Spiel (82 Spiele, 36 Tore).

Also kein Wunder, dass Podolski München den Rücken kehren will. Aber tut er sich damit einen Gefallen? Läuft er wieder für den FC auf, steht nur noch Podolski auf dem Platz. Nicht für den Gegner, sondern für die Fans und die Medien. Keine wirklich tolle Situation für einen Spieler und ganz sicher nicht gesund für eine Mannschaft, die zusammen arbeiten muss, um das Ziel Klassenerhalt und Stabilisierung in der Bundesliga zu erreichen. Was passiert, wenn Podolski sein phlegmatisches Spiel auch beim FC nicht durch Tore retuschieren kann? Was passiert, wenn der FC mit Podolski wieder in den Abstiegsstrudel hineingerät, weil Novakovic zwar noch trifft, von Podolski aber einfach zu wenig kommt?

Der FC und auch Podolski gehen hier ein hohes Risiko. Köln streckt sich finanziell ungemein, um den “verlorenen Sohn” wieder an den Rhein zu holen. Podolski geht das Risiko ein, in der Belanglosigkeit zu versinken, sollte der FC in den kommenden Jahren nicht international spielen oder, worst case, wieder in die zweite Liga absteigen. Dann kann Podolski nicht einfach wieder abhauen. Das würde man ihm in Köln wohl nicht verzeihen.

Podolski hat noch andere Angebote. Zumindest auch vom HSV. Ich würde es als riesen Fehler ansehen, jetzt schon zum FC zurückzukehren. Er ging als Prinz und kehrt auch als Prinz zurück. Das kann nicht richtig sein. Podolski muss international spielen und wenn nicht beim HSV, dann halt irgendwo im Ausland. Köln ist ein Schritt zurück. Er sollte später zurückkehren. Als König….

Schalke bastelt weiter an der Zukunft

Dienstag, Januar 6th, 2009

Noch heute morgen habe ich das ausführliche Interview mit Manager Andreas Müller und Trainer Fred Rutten gelesen, bei dem zum Thema Neuverpflichtung in der Winterpause folgende Aussage Müllers zu lesen war:

“Wenn wir jemanden verpflichten, müsste uns der Spieler sofort weiterhelfen, sonst würden wir es nicht machen. Aber derzeit sieht es nicht so aus, als ob wir noch etwas tun werden.”

Keine zwei Stunden später berichtet die ruhr-nachrichten über den ersten Wintertransfer des S04. Marvin Pourie wechselt ab sofort zum S04. Marvin wer? Hab ich mich auch gefragt. Pourie spielte zuletzt in der Jugend des FC Liverpool und wagt nun den Schritt in die Bundesliga. Offensichtlich ein Transfer, der uns nicht direkt weiterhilft. Es sei denn, er schlägt ein wie eine Bombe und lässt Kuranyi wie einen alten Sack aussehen. Ich habe nichts gegen diese Verpflichtung. Im Gegenteil. Trotzdem widerspricht dieser Transfer mal wieder einer Aussage, die nur wenige Stunden zuvor veröffentlicht wurde. So gut Müllers Händchen beim Thema Talente ist, das Thema Aussendarstellung ist gewiss nicht seins.

Schalke baut an seiner Zukunft

Mit Manuel Neuer, Rafinha, Benedikt Höwedes, Carlos Zambrano, Danny Latza, Ivan Rakitic, Levan Kenia und nun auch Marvin Pourie haben wir ne halbe Fussballmanschaft, die gerade 23 Jahre oder deutlich jünger ist. Und schon gezeigt haben, was sie drauf haben. Neuer und Rafinha sind gestandene Bundesligaspieler mit Anspruch auf mehr. Bendedikt Höwedes zeigt in seiner zweiten Saison, dass er ernsthafter Kandidat für einen Stammplatz in der Innenverteidigung ist und auch schon das ein oder andere Lob von Jogi Löw eingeheimst hat. Zambrano und Kenia spielen schon in ihren jungen Jahren für ihre Nationalmannschaft. Ebenso Rakitic. Latza ist gerade Europameistergeworden und Pourie feierte einen furioses Debut in der U18.

Gute Aussichten. Zumindest wenn man Weitsichtig ist.