Nicht nur der Krach um Rafinha hinterlässt jetzt schon einen bitteren Beigeschmack bei mir, wenn es um die Olympischen Spiele in China geht.
Und dabeiwill ich nicht in die eh schon tiefe Kerbe der Menschenrechtsverletzungen, Umweltprobleme etc. eingehen, die Chnia seit Bekanngabe der Entscheidung pro Beijing 2008 begleiten.
Es geht hier um das Versprechen der Chnesischen Regierung, einen freien Internetzugang, zumindest für ausländische Journalisten, zu gewährleisten.
Vor Tagen berichteten erste Journalisten, die im Hightech Medienzentrum eingetroffen sind, dass der Zugang keineswegs frei sind.
Neben den Standardseiten von Amnesty International und diversen anderen Menschenrechtsorganisationen, sind wohl auch bestimmte Blogseiten nicht zu empfangen.
Buisness as usual in China, kann man sich denken.
Doch dass sich jetzt auch noch der IOC auf die Seite Chinas stellt und dieses Verhalten billigt, ist eine Farse.
Der Chef der IOC-Pressekommission, Kevan Gosper stellt nun klar, dass diese “freie” Berichterstattung nur auf sportliche Themen bezogen war. Dass dies aber schon immer der Fall war, macht die Sache nur noch lächerlicher.
Die großen Verbände bekläckern sich zur Zeit nicht gerade mit Ruhm.
Die FIFA verzögert eine Entscheidung im Falle Rafinhas und Diegos, die IOC stellt sich auf eine Stufe mit Chinas Regierung. Da können wir mit unserem DFB ja noch ganz glücklich sein.

OLYMPIA-MAFIA IOC!!!

Ich bin ja mal gespannt, ob auch dieser Blog ab jetzt in China nicht mehr zu erreichen ist. Es würde mich nicht überraschen.
Eines ist sicher: Die Olympischen Spiele in diesem Jahr zu verfolgen wird mir sehr viel schwerer fallen als in all den Jahren zuvor.

 

Die FIFA hat bisher noch keine Entscheidung über den Olympia-Streit zwischen den Vereinen Schalke 04 und Werder Bremen getroffen – obwohl eine klare Aussage für heute angekündigt war.
Dies lässt Zweierlei vermuten: Entweder die FIFA ist so lahm wie eh und je. Immerhin hat Karl-Heinz Rummenigge in seiner Funktion als Präsident der Vereinigung der europäischen Klubs (ECA) schon zu Beginn des Jahres auf die Problematik hingewiesen.
Oder aber die FIFA drückt sich vor einer Entscheidung, um ihrem Präsidenten, Joseph Blatter, nicht in den Rücken zu fallen. Es könnte sein, dass der FIFA Richerentscheid zugunsten der Vereine, also gegen die Auffassung Blatters ausgefallen wäre. Man wollte sich aber die Peinlichkeit ersparen und schweigt die Sache lieber aus.
Beide Alternativen werfen mal wieder kein gutes Licht auf den Fussball Weltverband.
Um eine Entscheidung vor Beginn des Olympischen Fussballturniers zu erzwingen, hat der FC Schalke 04 nun alle drei Klagen (Gegen den IOC, den brasilianischen Fussballverband und das brasilianische Nationale Olympische Komitee) an das CAS gereicht.
Hier ist eine Entscheidung anfang nächster Woche zu erwarten.

 

Was ist blos mit den Spaniern los?
Nicht nur, dass sie uns den EM-Titel (verdienter maßen) entrissen haben. Die Spaniern rulen zur Zeit auch in allen anderen Sportdisziplinen.
Alles begonnen hat mit der Weltmeisterschaft im Basketball 2006. Spanien wird Weltmeister. Ok. Ausrutscher. Dann aber schlägt ein gewisser Herr Nadal den König des weissen Sports im wichtigsten Turnier des Jahres, Wimbledon.
Dann die Europameisterschaft in der bekannstesten Sportart der Welt und schlussendlich schafft es auch ein Spanier ohne Doping bzw. ohne erwischt zu werden, das härteste Radrennen der Welt zu gewinnen?

Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen…

 

Ich habe mich schon vor einigen Wochen mit der Schalker Systemfrage beschäftigt. Gestern fand gegen Besiktas Istanbul das vorletzte Testspiel der Vorsaison statt und Fred Rutten scheint mit den Lesern dieses Blog konform zu gehen: Das 4-3-3 mit zwei offensiven Mittelfeldspielern scheint das favorisierte System des Ex-Twente-Coaches zu sein. Dieses System favorisieren auch 34 % der Leser, die in dieser Frage abgestimmt haben.
Auf Platz zwei und drei folgen die Spielsysteme 4-4-2 mit Raute (23%) und das 4-3-3 mit zwei defensiven 6ern (21%).
Das 4-2-3-1, das in der letzten Saison relativ häufig praktiziert wurde, kam mit 18% nur auf Rang vier.

Wie das neue System aussehen wird und welche Spieler für welche Position in Frage kommen, zeige ich nun hier mal auf:


Die Aufzählung der Spieler zeigt auch meine Präferenz, wer dort von Beginn an agieren sollte.

  1. Torwart: Neuer, Schober, Amsif, Fährmann
  2. Rechter Aussenverteidiger: Rafinha, Westermann, Jones, Varela
  3. Rechter Innenverteidiger: Westermann, Bordon, Höwedes
  4. Linker Innenverteidiger: Bordon, Kristajic, Zambrano
  5. Linker Aussenverteidiger: Pander, Westermann, Zambrano, Kobiashvili
  6. Defensiver Mittelfeldspieler: Ernst, Jones, Engelaar, Kenia, Kobiashvili
  7. Rechter offensiver Mittelfeldspieler: Rakitic, Jones, Streit, Kenia, Varela, Ze Roberto
  8. Linker offensiver Mittelfeldspieler: Engelaar, Rakitic, Kenia, Ze Roberto, Großmüller
  9. Rechter Aussenstürmer: Farfan, Rakitic, Asamoah, Streit, Altintop
  10. Mittelstürmer: Kurnayi, Farfan, Altintop, Asamoah
  11. Linker Aussenstürmer: Sanchez, Farfan, Lövenkrands

Diese Aufzählung ist sicherliche streitbar (dafür ist die Kommentarfunktion da!!!), aber eines zeigt diese Aufzählung auf jeden Fall: Der FC Schalke 04 ist mittlerweile auf jeder Position doppelt gut besetzt. Mit Ausnahme vielleicht von der rechten Verteidigerposition, wo Westermann normalerweise nicht als Rafinha Ersatz eingeplant ist.
Die restlichen Positionen sind sicher doppelt gut besetzt.

 

Schalke hat am gestrigen Samstag seine zweite Niederlage kassiert. Gegen die Kicker von Besiktas Istanbul kamen die im 4-3-3 spielenden Schalker nicht über ein 1:2 hinaus.

Die Tore des Spiels: (entfernt)

1:0 Zapotocny (40. Min)

2:0 Bobo (54. Min)

2:1 Höwedes (72. Min)

Pressespiegel:

 

Die Bundesliga und das Fernsehen. Eine Never-Ending-Story.

Fußballstreit: Kartellamt stoppt TV-Pläne der Bundesliga – Wirtschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

Das Kartellamt hat den Kirch-Vertrag mit der DFL abgelehnt. Die Begründiung dürfte dem gemeinen Sesselpupser gefallen. Er werde nicht angemessen berücksichtigt. Der Sesselpupser soll alle Spiele alle Tore nämlich gefälligst vor der Tagesschau um 20 Uhr sehen können.
Find ich gut. Will ich auch.
Die Bundesliga und ihre Vereine dürften jetzt ins Schwitzen kommen, denn die wichtigen Fernsehgelder werden schrumpfen. Der Vertrag und das Konzept müssen überarbeitet werden und finanzielle Einbußen dürften nicht ausbleiben.

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Blatter wird deutlich – News – Mehr Sport – kicker online

Jospeh Blatter, seineszeichens FIFA-Präsident und Aushilfs-Hobbit hat sich in Sachen Olympia zu Wort gemeldet und die Diskussion mehr oder weniger beendet.
Blatter wird im oben stehenden Artikel folgendermaßen zitiert:
“In Bezug auf die Abstellung der Spieler unter 23 Jahren war sich die Fußballfamilie stets einig, dass diese Spieler für das Olympische Fußballturnier der Männer abgestellt werden müssen. Dieser Grundsatz war in der Vergangenheit stets anerkannt und wurde nie angezweifelt. (…) Aufgrund seines einzigartigen Charakters erfuhr das Olympische Fußballturnier der Männer bewusst eine Sonderbehandlung. Das heißt aber nicht, dass die betreffenden Klubs keine Abstellpflicht trifft.

Angesichts der Bedeutung des Olympischen Fußballturniers der Männer für die gesamte Sportbewegung im Allgemeinen und den Fußball im Besonderen sowie seines besonderen Charakters und auf der Grundlage des Gewohnheitsrechts ist die Abstellung von Spielern von unter 23 Jahren für alle Klubs zwingend. Für Peking 2008 gilt dieser Grundsatz ohne Vorbehalt.

Spieler unter 23 Jahren, die den Stamm der Teams bilden, an der Teilnahme an der Endrunde zu hindern, würde dem Geist der Olympischen Bestimmungen widersprechen.”

Da wird Andreas Müller und der Rest des FC Schalke 04 wohl dumm aus der Wäsche gucken. Zwar besteht hierzu immer noch keine festgeschriebene Regel in irgendeinem Regelwerk, doch wenn der S04 Rafinha nicht verlieren will, dann müssen sie ihn in Peking spielen lassen. Denn Blatter bezieht sich auf das Gewohnheitsrecht, das praktisch seit knapp 20 Jahren gilt (siehe Artikel) und somit ziemlich zementiert sein dürfte.

Damit dürfte Rafinha aber noch nicht aus dem Schneider sein. Zum Zeitpunkt seiner “Flucht”, stand diese Aussage noch nicht und sein Arbeitgeber hat sich deutlich dagegen ausgesprochen, dass Rafinha nach Paris/Peking fliegt anstatt bei Dauerregen mit den Kollegen zu schuften.
Eine saftige Strafe dürfte Rafinha dennoch bekommen. Nicht weil Fred Rutten in den kommenden Wochen wohl auf den rechten Außenverteidiger verzichten muss, sondern weil er den Anordnungen des Vereins nicht gefolgt ist, wie man es sich von einem Arbeitnehmer wünscht.

Ich kann nur hoffen, dass die Sache eingermaßen glimpflich abläuft:

  • Wir qualifizieren uns für die Gruppenphase der Champions League
  • Rafinha holt Gold mit Brasilien und steigert mit Top-Leistungen seinen Marktwert
  • Er kommt gesund und pünktlich wieder zurück
  • Wir stehen zu diesem Zeitpunkt mit 6 Punkten und 7:1 Toren an der Tabellenspitze
  • Müller und Rutten geben Rafinha nen kräftigen Tritt in den Arsch und ne saftige Geldstrafe

Damit dürfte die Sache dann hoffentlich gegessen sein. Hoffentlich…

Mittlerweile hat sich auch Andreas Müller zu dem Schreiben des FIFA-Präsidenten geäußert. Müller sieht darin kein neues Recht. Und auch der SV Werder Bremen lässt sich von Blatters Aussagen nicht beeindrucken.

Es bleibt nun wohl nur noch eine Frage zu klären: Wieviel Recht steckt in Gewohnheitsrecht? das muss jetzt der Internationale Sport Gerichtshof (CAS) entscheiden…

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Da ich das Spiel leider nicht gesehen habe, hier ein Link zum Schalke-Blog “Auswärtssieg!”
Toller Bericht mit vielen Fotos. Viel Spaß damit!!!

 

Highlights:

Pressespiegel:

Stimmen zum Spiel:

Radio Emscher Lippe

Hier noch ein interssanter Video-Beitrag vom Schalke Tag, dem Torhüterduell und Manuel Neuer.

 

Schalke: Slomka fordert zu viel Geld – S04 – DerWesten

Die Vergangenheit holt Schalkes Manager Andreas Müller mal wieder ein. Diesemal ist es aber die Jüngere. Mirko Slomka, Angestellter des FC Schalke 04, macht genau das, worüber sich echte Sportsmänner immer wieder aufregen: Sie setzen sich faul auf die Tribüne, anstatt auf ein bisschen Knete zu verzichten und sich eine neue Herausforderung zu suchen. Und Andreas Müller ist wieder mal in Erklärungsnot.

Die Zusammenfassung in aller Küze:
Slomka tritt den Job als österreichischer Nationaltrainer nicht an, da er sich mit Schalke nicht auf eine Abfindung einigen kann. Er fordert eine Auszahlung seines Grundgehalts, Müller will ihm eine (nach seiner Aussage) branchenübliche Abfindung zahlen. Kurioser Weise hat Slomka bei den damaligen Vertragsverhandlungen darauf bestanden, dass keine festgeschriebene Abfindung im Falle einer Entlassung den Weg in das Vertragswerk findet.

Hm? Slomka hat also einen (m.M.n. schwierigen, aber interessanten) Job als Nationaltrainer Österreichs abgelehnt und lässt sich lieber weiterhin von einem Verein bezahlen, der ihn vor knapp drei Monaten in den Urlaub geschickt hat und verhandelt lieber weiter um Kohle, die, nach Müllers Aussage, überhaupt gar nicht branchenüblich ist? Abgesehen davon, dass dies einfach schlechter Stil von Seiiten des netten Herrn Slomkas ist, stinkt die Sache irgendwie.

Beide handelnden Personen sind relative Grünschnäbel in ihrem Geschäft, wenn man das mal überspitzt sagen will. Aber beides sind auch intelligente Menschen, soweit ich das beurteilen kann.
Wie kommt es also zu diesen Missverständnissen, die Slomka und vor allem Andreas Müller aber irgendwie schon immer begleitet haben?
Sei es die misteriöse Geschichte um Abwehrmann Gustavo, der nie das Berger Feld gesehen hat, obwohl er angeblich einen gültigen Vertrag hatte oder die Affäre um Gerald Asamoah, das Sommertheater um Appiah und zu guter letzt die Flucht Özils. In allen Fällen blieb immer ein bitterer Beigeschmack. Vor allem bei Andreas Müller.

Ich will Müller nicht seine Qualitäten als Manager abspechen. In Sachen Transfers hat er vor allem in der letzten Saison höchstens zwei Fehler begangen, die sich allerdings erst noch herausstellen müssen. Diese Fehler tragen den Namen Ze Roberto, der wohl immer noch nicht auf Touren zu kommen scheint und Carlos Großmüller, der meiner Ansicht nach auch dieses Jahr den Sprung in die Startelf eher selten schaffen dürfte.
Mit Westermann, Jones und Rakitic hat er die besten Einkäufe seit Jahren getätigt. Und zumindest bei Rutten und Farfan sind sich so ziemlich alle Fussballexperten, sei es hinter dem Notebook oder hinter dem Tresen, einig, dass dies die besten Transfers waren, die in den jeweiligen Situationen möglich waren.
Aber warum passieren solche Stirnrunzler wie die oben beschriebenen, nicht auch einem das z.B. Klaus Allofs, der sich höchstens Mal mit einem Carlos Alberto rumschlagen muss. Oder einem Heribert Bruchhagen?
Müller ist längst nicht so souverän, dass er sich einen Spitzenmanager schimpfen darf. Dabei muss man allerdings auch berücksichtigen, dass Schalke kein einfaches Pflaster ist, um sein Handwerk zu lernen.

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