Mai 122014
 

Schalke gewinnt gegen Nürnberg, schickt den Club damit in die zweite Liga und sichert sich gleichzeitig den direkten Einzug in die Champions League. Bei aller Sympathie für den Verein aus dem Frankenland: Die Niederlage – und im Endeffekt auch der Abstieg – ist verdient.

Schalke hatte von Beginn an keine Gnade mit dem FCN, denn man Zwang den Gästen das Spiel von der ersten Minute an auf und hatte das Glück, schon in den Anfangsminuten die Weichen auf Sieg zu stellen.

Herausragender Spieler bei einer insgesamt guten Mannschaftsleistung: Leon Goretzka, der sich durch die Nominierung in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft offensichtlich noch einmal ein Stück Extramotivation einverleibt hat. Neben Goretzka wussten aber auch Draxler und Meyer zu überzeugen.

Vom Spieltag bleibt die Irritationen Rund um Jens Keller und Thomas Tuchel. Irgendwie ein bisschen schade, doch wirklich äußern will ich mich dazu (noch) nicht.

Jetzt ist die Zeit, diese Saison, die Mannschaft und den Trainer zu feiern.

 Posted by on 12. Mai 2014 at 12:36
Mai 052014
 

Leverkusen und Nürnberg bescherten uns am Samstag schon in Co-Produktion ein doofes Endspiel nächste Woche, in dem es für uns um die direkte CL Quali geht, und für Nürnberg ums nackte Überleben in der ersten Liga. Einen Tag später, am Sonntag und dem 110. Geburtstag des FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 eV gab es, bis auf eher wenige Ausnahmen, eher positive Nachrichten zu vermelden.

Dass es nicht so hitzig zuging wie im letzten Jahr lag nicht nur an den deutlich tieferen Temperaturen (im Innenraum hats sogar gezogen wie Hechtsuppe), sondern schlicht auch daran, dass es einfach keine (großen) Aufreger wie im letzten Jahr mit viagogo gab. Auch wenn es im Vorfeld einige Schlagabtäusche zwischen Verein und der Organisation SchalkeVereint gab – offenbar, so die Darstellung, wurde hier bei den Kritikpunkten (insbesondere Anträge auf Satzungsänderungen) einfach mal der konstruktive Dialog gesucht und anschließend die Anträge zurückgezogen. Möglicherweise hatte der Verein auch keine Lust auf Pfiffe und 20 Redebeiträge zu diesen Änderungen, auf mich wirkt es jedoch erfreulicherweise so als werde auf Schalke wieder mehr miteinander statt gegeneinander gesprochen.

Was man in jedem Fall mitnehmen kann ist: Schalke lebt. Nicht, weil jede Entscheidung (man könnte meinen, aus Prinzip) direkt heftigsten Gegenwind mit einer eigenen Fanorganisation bekommt, nein, die Schalker Mitglieder haben ein sehr gutes Gespür für Demokratie. Einer der “größeren” Aufreger, die es abgemildert noch auf die JHV geschafft haben, betraf die Wahl des Wahlausschusses. Der Wahlausschuss, das als Info für alle, die sich mit der Schalker Satzung bisher nicht genauer befassten, befindet über die “Tauglichkeit” von Kandidaten für den Aufsichtsrat; nur vom Wahlausschuss abgesegnete Kandidaten können von den Mitgliedern in den Aufsichtsrat gewählt werden. Der SFCV (als Tochtergesellschaft des S04) stellte einige seiner Mitglieder für die Wahl zum Wahlausschuss. Diese wurden auch noch auf der Schalker Vereinswebseite per Video vorgestellt und zusätzlich eine Wahlempfehlung ausgesprochen, doch bitte eben jene Kandidaten zu wählen. Nicht nur, dass die anderen Kandidaten damit deutlich benachteilt wurden, vielmehr hätte es im schlimmsten Fall zu folgendem Szenario kommen können: Der Wahlausschuss, mit mehrheitlichen Mitgliedern des SFCV, also Angestellten des FC Schalke 04, wählt Kandidaten für das Kontrollgremium des FC Schalke 04 aus. Auch wenn man vom guten Willen jedes Einzelnen dort ausgeht, von Neutralität und Unabhängigkeit kann dann definitiv keine Rede mehr sein.

Ergebnis dieser Aktion: Aus diesen Kandidaten schaffte es nur einer in den siebenköpfigen Wahlausschuss,  der ehemalige Präsident Michael Zylka (hatte 1988 eine Amtszeit von ganzen 3 Tagen). Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Mitglieder sich zum einen nicht vorschreiben lassen, wen Sie zu wählen haben, andererseits aber auch ein gutes Gefühl dafür besitzen, dass in so einem Gremium eben Unabhängigkeit extrem wichtig ist. Dieses Verständnis der Satzung, das Gespür dafür, wer hier was zu sagen haben sollte, und das teilweise sehr knappe Ergebnis (Platz 7 und 8 trennten 10 Stimmen), freut mich nicht nur, es macht mich sogar richtig Stolz. Wir sind eben doch nicht alles Idioten :)

Ein weiterer Unangenehmer Punkt kam gegen Ende zur Sprache, die Nachbereitung des Polizeieinsatzes in der Nordkurve während des Spiels gegen PAOK Saloniki. Hier wurde insbesondere die fehlende Unterstützung des Vereins gegenüber den durch diesen Einsatz zu Schaden gekommenen vorgeworfen. Auch wenn Herr Peters darauf verwies, er hätte die Kritik am Einsatz niemals zurückgenommen, sondern bleibe gegenüber der Polizei und dem Innenministerium weiterhin bei seinem Standpunkt, dass der Einsatz so nicht notwendig war: es bleibt der Nachgeschmack, dass hier doch leider den “Drohungen” der Polizei nachgegeben wurde. Echter Kampf und Verständnis für die Betroffenen hört sich anders an.

 

Kommen wir nun jedoch zu den glücklicherweise deutlich überwiegenden erfreulichen Themen:

- Unser Co-Autor Thomas Wings wurde für 25 Jahre Knechtschaft Mitgliedschaft auf Schalke geehrt. Alter Sack! Glückwunsch!

- Ralf Fährmann ist Schalker und bleibt Schalker. Die Vertragsverlängerung war laut Heldt die einfachste, die er je erlebte.

- Die Veltins Arena wird nicht zur Merkur Spielothekenquatschkram Arena oder sonst irgendwas, sondern bleibt die Veltins Arena. Dafür gab’s Streicheleinheiten für Jobst; er wird sich nach viagogo aber auch bewusst sein, wie schmal der Grat zwischen “wir brauchen jedes Geld!” und “wir verkaufen unsere Seele nicht!” ist.

- Knappenschmiede ist toll, weil U19 ist toll, weil Elgert hat verlängert und ist Trainer des Jahres, weil U19 so toll ist. Sehr viel Lobhudelei für die Knappenschmiede im Allgemeinen, die sich das aber mal richtig verdient hat. Glückwunsch an den erneuten Westdeutschen Meister, liebe U19!

 

Die Wahl der beiden Aufsichtsräte Langhorst und Hefer war bei den ganzen Wohlfühlmeldungen später dann doch irgendwie nur noch eine Nebensache. Leider auch die Ehrungen und das Gedenken verstorbener Mitglieder, denn im Innenraum hatte sich rumgesprochen, dass schon die begehrten “Vor-Vorverkaufsrubbellose” ausgegeben wurden, mit denen auch dieses Jahr wieder einige Leute auf die Versammlung gelockt werden sollten. Blitzschnell leerte sich auch der Rest der Arena, trotz ausgerufenen Freibiers nach dem Singen des Vereinslieds zum Abschluss.

Na gut, zu diesem Zeitpunkt war es ca 19:20, viele, wie ich auch, waren seit 10 Uhr vor Ort, da darf man auch schon mal wieder nach Hause wollen. Schön, dass es nicht wieder so lang dauerte wie letztes Jahr, da wurd’s schon wieder dunkel draußen, trotz Hochsommer.

 

Einen hab ich noch: Am Donnerstag, den 8.5., gibt es, als kleine Extra-Ausgabe bevor wir nächste Saison wieder voll durchstarten, noch einmal einen 19Uhr4 Hangout zum Spiel gegen Nürnberg. Viel Spaß dabei!

Mai 052014
 

Schalke findet mit dem Sieg in Freiburg wieder in die Spur. Das ist eine wirklich gute Nachricht. Hätte es die dritte Niederlage in Folge gegeben, Schalke stünde nicht mehr auf dem so heiß begehrten dritten Tabellenplatz, denn Leverkusen hat mit dem Trainerwechsel tatsächlich die Trendwende geschafft und bleibt weiter dran.

Für Schalke geht es damit am kommenden Samstag in ein wirklich blödes Endspiel. Denn die Freunde aus Franken sind zu Gast und brauchen am besten ein königblaues Wunder, um die Klasse noch über die Relegation zu halten. Alles andere als ein Sieg bedeutet für Nürnberg im Normalfall den direkten Abstieg. Das finde ich – gelinde gesagt – scheiße, denn auch Schalke kann das Spiel nicht so einfach abschenken. Ein Punkt muss sein, wenn man nicht auf den SV Werder Bremen angewiesen sein will. Und mal ganz ehrlich: Wer will das schon?

Die Leistung von Freiburg sollte für die Nürnberger allerdings mehr als locker reichen. Schalke war von Beginn an im Spiel, erarbeitete sich Chancen und ging verdient in Führung. Erst danach nahm auch Freiburg am Spiel teil, doch Schalke behielt das Zepter stets in der Hand.

Weitere Highlights waren das 0:2 vom Hunter, das Comeback von Mr. Taliban, Marco Höger, und die ersten Einsatzminuten von “Neuzugang” Jan Kirchhoff, der allerdings nur wegen der Unbeherrschtheit von Felipe Santana ins Spiel kam. Dieser holte sich innerhalb weniger Minuten die Ampelkarte. Dämlich.

Was bleibt ist die Erwartung auf einen unbefriedigenden letzten Spieltag. Vergeigen wir die direkte CL-Quali und Nürnberg schafft durch den Sieg nicht mal den Klassenerhalt, wird es ganz ganz böse. Alle anderen Szenarien hinterlassen mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

 Posted by on 5. Mai 2014 at 07:30
Apr 282014
 

0:1 unterliegt Schalke zu Hause dem VfL Borussia Mönchengladbach und verliert damit zum erste mal seid dem 10. Spieltag wieder ein Heimspiel in der Bundesliga.

War es zunächst noch eine ausgeglichene, wenn auch langsame und zerfahrene Partie konnte sich Gladbach nach Herrmanns Treffer relativ früh auf das Verteidigen und Kontern konzentrieren, und Schalke damit genau das Spiel aufdrücken, was Schalke weiterhin am wenigsten beherrscht: Gegen einen tiefstehenden Gegner das Spiel machen. So erinnerte die zweite Halbzeit an die letzten Spiele von Chelsea die ich sah, ganz ganz wenig Raum, viele Querpässe und nahezu keine Abschlüsse.

Auch wenn man hier die exzellente Defensivleistung Gladbachs anerkennen muss, Schalke brachte sich durch ungewöhnlich viele individuelle Fehler, wie Fehlpässe, selbst immer wieder aus dem Spiel. Bezeichnend, dass gerade Kaan Ayhan, zu dessen Stärken eigentlich der Spielaufbau gehört, in der Schlussphase gleich zwei recht einfache Bälle hintereinander punktgenau in des Gegners Fuß spielte.

 

Schalke spielt also wieder erwartungsgemäß schwach wenn sich die Bundesliga dem Ende neigt, wie Torsten Wieland letzte Woche erst aufzeigte. Die Konsequenz ist nun: Schalke muss in den letzten beiden Spielen noch 4 Punkte holen um ohne Leverkusener Versagen den dritten Platz zu verteidigen, weitere Niederlagen sind also nicht mehr drin.

Und das, ärgert mich beinahe noch mehr für den FCN als für Schalke.

Apr 222014
 

Schalke verliert verdient – wie eigentlich immer in den letzten Jahren – beim VfB Stuttgart. Eine mögliche Vizemeisterschaft, die gleichzeitig auch die Ruhpottmeisterschaft bedeutet hätte, kann man sich damit abschminken.

Bei mir ruft das nur bedingte Enttäuschung vor. Schalke erwischte am Ostersonntag kollektiv einen schlechten Tag. Besonders schlecht verlief er für Tim Hoogland, der nie ganz alleine schuld war an den Gegentoren. Jedoch leider immer ein bisschen.

Beim ersten Tor war auch Fährmann nicht ganz da. Beim zweiten kam die Flanke viel zu unbedrängt. Und bei Tor Nummer 3 war auch die komplette Innenverteidigung nicht ganz auf der Höhe.

Für Schalke war es nach den M-Wochen (München, Madrid) der erste echte verlorene Dreier in der Rückrunde. Die Punktverluste gegen Mainz und die Zecken waren mal mehr, mal weniger Leistungsgerecht. Aber mindestens erkämpft. In Bremen fehlte ein wenig das Glück gegen engagierte Hanseaten. Gegen Stuttgart fiel den Knappen schlichtweg zu spät etwas ein.

Ein Lichtblick war das Bundesligadebut von Leroy Sane, der etwas mehr als 10 Minuten zeigen konnte, dass er in der kommenden Saison bereits eine Offensivoption sein könnte. Gleich drei mal war er in dieser kurzen Zeit an guten Offensivaktionen beteiligt. Mehr hatten Obasi und Meyer im ganzen Spiel nicht zu bieten.

Apropos Meyer: Die Offensiv-Jungspunde auf Schalke laufen auf dem Zahnfleisch. Meyer war abgemeldet, Goretzka spielte zwar mit, Akzente wusste er aber nicht zu setzen. Mit Abi im Hinterkopf auch sicher nicht so einfach. Es bleibt zu hoffen, dass Farfan wieder fit wird und Draxler sich in den letzten Spielen in WM-Form präsentiert. Defensiv muss man sicher weiter keine Sorgen um Sead Kolasinac machen. Mr. Grätsche spielte wie immer konstant, wobei ihm am Sonntag leider etwas die Offensivgefahr abging.

Muss man sich Sorgen um Platz 3 machen? Leverkusen könnte auf einen gewollten Ausrutscher am kommenden Spieltag hoffen, wenn es gegen unsere ungeliebten Nachbarn geht und dann gegen die Niemandslandkinder aus Frankfurt und Bremen eine Aufholjagd starten. Auch Wolfsburg traue ich durchaus drei Siege gegen Freiburg, Stuttgart und Gladbach zu.

Durch ist das Ding sicher nicht. Doch beruft sich Schalke auf seine Stärken, sollte nicht mehr allzu viel schief gehen.

 Posted by on 22. April 2014 at 08:21
Apr 142014
 

Es läuft die 82. Spielminute im Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt. Jens Keller nimmt den sichtlich platten Kevin Prince Boateng vom Platz. Wohl auch, um die Defensive zu stärken, beordert er Kaan Ayhan ins defensive Mittelfeld. Für Boateng kommt Felipe Santana und nimmt Ayhans Platz in der Innenverteidigung neben Joel Matip ein. Santana ist erst in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, nachdem er sich Ende Februar verletzt hatte.

Was stimmt an dieser Beschreibung der Geschehnisse vom Freitag Abend nicht? Genau: DER Grieche unter den Griechen, Kyriakos Papadopoulos, sitzt weiter auf der Bank und kommt mal wieder nicht zum Einsatz. Papa hat ne wirklich schwere Zeit hinter sich. Eine halbes Götterleben verletzt. Gerüchte um Drogenkonsum, Rückschläge. Alles scheiße. Kurz vor Ende der Halbserie macht er zarte Comebackversuche und bei seiner Einwechslung habe sicher nicht nur ich ein bisschen Pipi in den Augen.

Was folgt sind wieder kleine Rückschläge, die aber, nach so langer Zeit, fast normal anmuten. Gegen die Bayern darf er dann endlich mal wieder von Beginn an ran. Schon vorher gegen Madrid durfte er mit den anderen eine halbe Stunde hinter rennen. Auch gegen Bayern sieht Papa nicht gut aus. Kassiert rot.

Doch Bayern ist lange her. Fast anderthalb Monate. Warum zieht Jens Keller Felipe Santana Papadopoulos vor? Santana hat gerade mal ein paar wenige Trainingseinheiten hinter sich, während Papa trotz fehlender Spielpraxis doch wesentlich länger fit ist. Sicher: Santana hat nach anfänglichen Schwierigkeiten auf Schalke – kein Wunder bei der Vergangenheit – seinen Platz in der Innenvertreidigung gefunden. Die Wackelabwehr Matip – Santana funktionierte zu Beginn der Rückrunde. Dies hatte kaum jemand für möglich gehalten.

Trotzdem bleibt die Frage: Hat Papa wirklich so stark abgebaut in seiner Leidenszeit? Will Keller einen anderen Spielertyp sehen? Für den perfekten Spielaufbau sind beide nicht die richtigen. Auch die Tatsache, das Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari zum Fotoshooting mit Clemens Tönnies in der Arena war, kann für Keller nicht ausschlaggebend gewesen sein. Schließlich war das Spiel noch lange nicht entschieden und da tut man solche Gefallen nicht. Da bin ich mir sicher.

Für mich bleibt die Sache ein Rätsel und sie macht mich zudem unglaublich traurig. Denn solche Einwechslungen machen mir deutlich, dass Papa eventuell gar nicht mehr gebraucht wird auf Schalke. Mit Ayhan kommt dann auch noch Konkurrenz nach, die mittelfristig zum Stammspieler auf Schalke avancieren könnte. Wäre Höwedes wieder fit, wäre derzeit wohl nicht mal auf der Bank.

Ach so: 2:0! YEAH!

 Posted by on 14. April 2014 at 07:30
Apr 072014
 

Nein, Schalke ist keine Übermannschaft.

Nein, Jens Kellers Autorität wird durch mündige Spieler nicht untergraben.

Nein, die CL-Quali ist noch immer nicht unter Dach und Fach.

Nein, Julian Draxler ist noch nicht wieder in Bestform.

Nein, Klaas Jan Huntelaar ist nicht im Formtief, nur weil er mal in einem Spiel nicht getroffen hat.

Nein, die Rechtsverteidigerposition ist mit Hoogland wirklich nicht optimal besetzt.

Nein, es war nicht zu erwarten, dass wir wegen Ralf Fährmann jetzt für immer ohne Gegentor bleiben.

Nein, die Bayern kümmert es nicht, was der Rest der Liga denkt.

Nein, ich hatte keine Idee, wie ich das Bremen Spiel mit gehaltvollen Worten beschreibe.

 

 Posted by on 7. April 2014 at 07:59
Mrz 312014
 

Die Knappenkids von Trainer Jens Keller marschieren weiter und festigen den zweiten Platz in der Rückrundentabelle durch ein 2:0 gegen die Hertha aus Berlin. Dabei überzeugte Schalke mal wieder als Mannschaft, in der keiner aus dem Rahmen fiel. Weder im positiven, noch im negativen.

Denn auch Matchwinner Obasi hatte seine Durststrecken und kam vor allem zu Beginn der Begegnung nur schwer in Tritt. Ihm missglückten viele Pässe, bis er sich ein Herz nahm und sein Tor im Alleingang machte.

Besonders gut gefallen hat mir die “Arbeit gegen den Ball” – wie es so schön heißt. Schalke hatte unglaublich viele Ballgewinne im Mittelfeld, weil man eng am Mann stand und den Aufbauspieler ständig unter Druck setzte. Nach Balleroberung wurde es aber leider oft zu kompliziert. Das eigentliche Prachstück, die Schalker Offensive, lief nicht wie geschmiert sondern stotterte immer wieder. Der letzte Pass kam nicht an und falsche Laufwege wurden eingeschlagen.

Nach nun neun Spielen in den letzten fünf Wochen ging Schalke zum Ende des Spiel spürbar die Luft aus, doch überwinden konnte die Hertha die Schalker Abwehr nur noch einmal nach einem Eckstoß. Da hat sich Ramos aber zu sehr aufgestützt und das Tor zählte nicht. 

Der Sieg geht – auch in der Höhe – sicher in Ordnung. Jetzt heißt es regenerieren und gegen Werder Bremen nachlegen. Denn vor allem gegen die Kleinen wurde in der Hinrunde allzu oft wervolles Punktegut liege gelassen.

 Posted by on 31. März 2014 at 07:32
Mrz 242014
 

Schalke marschiert weiter und zeigt gegen Eintracht Braunschweig eine gute Leistung, die für einen souveränen Sieg reichte. Für Keller waren es die Punkte 48, 49 und 50. Damit liegt er im 10-jahres Rückblick vier Punkte über dem Schnitt.

26. Spieltag

 

Dieses Zwischenergebnis ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, wie viele verletzte Stammspieler die Königsblauen in dieser Saison zu beklagen hatten. Wie viel Gegenwind der Trainer bekam und wie viele bittere Pillen (in Form von Klatschen) man zwischenzeitlich schlucken musste.

Doch Keller geht seinen Weg unbeirrt weiter. Er schenkt jungen Spielern das Vertrauen und diese zahlen es ihm in Form von guten Leistungen zurück. Jüngstes Beispeil: Kaan Ayhan. Der Jungspund eröffnet Keller auf einmal die Option, mit zwei Innenverteidigern aufzulaufen, die das Aufbauspiel überdurchschnittlich gut beherrschen. Ein Graul für pressingstarke Gegner wie den Kommenden.

Bleiben wir im Durchschnitt: An den letzten acht Spieltagen holte Schalke in den letzten zehn Jahren im Schnitt 13 Punkte. Das würde am Ende 63 Punkte ergeben. Zu wenig für eine direkte Qualifikation zur Champions League. Nur in drei von zehn Fällen reichten 63 Punkte für Platz 3.

Jetzt geht es zum Derby. Ich hoffe für mich und alle anderen friedlichen Anhänger, dass es keine allzu großen Ausschreitungen geben wird. Ich prognostiziere allerdings, dass es für längere Zeit das letzte Derby mit der Teilnahme von Gästefans sein wird. Dafür verhalten sich Polizei und gewaltbereite Fans derzeit einfach zu unberechenbar.

 Posted by on 24. März 2014 at 07:30
Mrz 192014
 

Das gilt in allererster Linie für Ralf Fährmann, der sich mal wieder in Topform präsentierte. Die Überschrift gilt im Großen und Ganzen aber auch der gesamten Mannschaft. Natürlich hat Real nicht komplett Vollgas gegeben. Doch der Wille, in Madrid was zu holen, war da. Mir reicht das. Anderen offensichtlich nicht. Lehmann beschwerte sich schon vor dem Spiel, dass Jens Keller nur von Defensivarbeit und “gut verkaufen” redete, anstatt vollmundig zu propagieren, dass man hier jetzt alles nach vorne wirft und Real mit 0:8 im eigenen Stadion besiegt.

So geht das nicht. Das kann diese Mannschaft auch nicht leisten. Ich will ihr nicht den Charakter absprechen, den sie ohne Frage hat. Die Qualität hat sie allerdings nicht. Ich bin mir sicher, dass Herr Lehmann nur allzu gerne die Aussagen von Keller und Co. zerpflückt hätte, wenn man die oben angesprochene Aussage getätigt hätte.

Das Kapitel Champions League ist für diese Saison vorbei. Die Gruppenphase wurde überstanden, das Minimalziel erreicht. In den kommenden Wochen wird sich entscheiden, ob Schalke wieder mitspielen darf. Wenn es gut läuft, sogar ohne Extrarunde über die Qualifikation.

 Posted by on 19. März 2014 at 12:03